Ayurveda
Ähnlich wie Akkupunktur vor etwa 20 Jahren ist nun Ayurveda im Kommen. Diese indische Form der Heilkunde kann ebenfalls auf eine 5000 Jahre alte Tradition zurückblicken und ist meiner Meinung für uns Europäer sogar noch leichter zu verstehen und anzuwenden. Ayurveda - bedeutet übersetzt "das Wissen vom Leben". Wir alle können von der Weisheit der indischen Überlieferung für unser Leben nur profitieren. Es gibt Hinweise bezüglich Diät und Lebensführung, Gesundheit und Fitness, Schönheit und Philosophie. Durch Bestimmung charakteristischer Konstitutionstypen mittels Anamnese, Untersuchung und Pulsdiagnose, echt. ist es möglich für jeden einzelnen eine vorteilhafte Diät, ein individuelles Trainingsprogramm und eine spezifische Therapie herauszufinden. Die genaue Typenbestimmung ist nicht immer ganz einfach und setzt eine genaue, ärztliche Untersuchung voraus. Natürlich reagiert jeder Mensch Verschieden auf bestimmte Umweltreize, aber eine Einteilung nach Konstitutionen, ähnlich wie in der Homöopathie ist für die Arbeit notwendig. Wie sehen nun die Konstitutionen in der Ayurveda aus?
Ayurvedaölbehandlungen
Eine Ayurveda Behandlung mit warmen Kräuterölen ist angenehm, entspannend, wohltuend und gesund für Körper und Geist.
Diese uralte indische Methode zur Regeneration ist ein fester Bestandteil von Ayurvedamedizin. Sorgfältig hergestellte Kräuteröle mit jeweils 12 Heilkräutern und Gewürzen werden etwa eine Stunde in den Körper einmassiert. Je nach Konstitution wird aus 3 verschiedenen Kräuterölen speziell eines für den Patienten gewählt. Die Behandlung, eine antike überlieferte Technik, wirkt auf Durchblutung, Lymphe und sensibles Nervensystem. Bei einer Behandlung kann bis zu ¼ Liter Kräuteröl von der Haut aufgenommen werden, welches weiter im Bindegewebe sowie in Muskeln und Gelenken wirkt. Nach einer Behandlung ruht man etwas, um das Öl noch nachziehen zu lassen.
Der Gesamteffekt ist erfrischend für den Körper und beruhigend für den Geist.
Ayurveda Medizin Phytotherapie
Ayurvedische Kräutermedizin ist ein ganz wichtiger Bestandteil einer seriösen medizinischen Ayurveda - Behandlung.
Die Pharmazie im Ayurveda ist definitiv genauer als unsere historisch (übrigens aus Ayurveda entstandenen) Pharmakopoe; Die Kräuter werden eingeteilt nach:
Geschmack (Rasa) süss, salzig, sauer, scharf, bitter ,herb
Eigenschaft (Guna) 10 Gegensatzpaare
Umwandlung (Vipaka) die Wirkung nach der Verdauung der Pflanze im Darm
Potenz (Virya) ob wärmend oder kühlend
Karma (pharmazeutische Wirkung) die Wirkung auf die Doshas und die Wirkung auf die 5 Elemente
Prabhava (ein spezielles Indikationskriterium) dominante Eigenschaft für eine spezielle Indikation
spezielle Kräutermischungen für bestimmte Indikationen sind von mir im Laufe der Arbeit mit diesen Pflanzenkonzentraten entstanden
Ayurveda Ernährung
"Die Nahrung soll das Heilmittel sein und das Heilmittel soll die Nahrung sein."
Im Ayurveda wird die Ernährung exakt nach der Störung der Doshas und der Elemente und nach der jeweiligen Konstitution bestimmt und ist ein wichtiger Bestandteil der Therapie überhaupt; sozusagen die "Hausaufgabe" für die Patienten. Hier kann man Eigenverantwortung demonstrieren und gleich praktisch umsetzen.
Die Ernährung wird also abgestimmt auf:
Krankheit
Konstitution
Jahreszeit
Tageszeit
Lebensabschnitt
Die Akzente werden durch die 6 verschiedenen Geschmacksrichtungen gesetzt.
Die 6 Geschmacksrichtungen ergeben sich aus den 5 Elementen
Geschmack Rasa
süss madhura ( erde, wasser) feucht kalt schwer kapha + + vata - pitta -
salzig lavana ( erde,feuer ) feucht heiss schwer pitta + kapha + vata --
sauer amla ( wasser, feuer ) feucht heiss leicht pitta + + kapha + vata -
scharf katu ( wind, feuer ) trocken heiss leicht vata + pitta + kapha --
bitter tikta ( wind, äther ) trocken kalt leicht vata + + pitta - kapha -
herb kasaya ( wind, erde ) trocken kalt schwer vata + pitta -- kapha -





















