Eigenbluttherapie
Seit ca. 80 Jahren gibt es eine Methode, die mit dem patienteneigenem Blut arbeitet und erwiesenermaßen zur Stimulierung des körpereigenen Immunsystems beiträgt.
Das Blut in der Diagnostik und Therapie hat Tradition
Auch in der Antike wurden Krankheiten als Folge von schlechter Blutqualität gesehen. Die Säftelehre, die Homöopathie und die Typisierung in der Ayurveda hat immer das Blut als fixen Bestandteil des diagnostischen und therapeutischen Konzepts gehabt und auch die Labormedizin und viele interne Fachrichtungen beschäf-tigen sich ausschließlich mit dem Blut.
Heute geht man auch vom ganzheitlichen, kybernetischen Modell der Information aus, die in einem Milliliter oder gar Tropfen Blut enthalten sein soll und die den Körper auf vielen Ebenen, von der immunologischen, biochemischen bis zur mentalen Ebene anregen kann.
Die Behandlung
Durch die Injektion einer geringen Menge von Eigenblut nach Blutabnahme durch den Arzt soll es zur Anregung der Ausscheidung von Toxinen kommen; Regenerationsprozesse und Ausheilungsvorgänge werden gefördert.
Da durch diese Therapie viele Toxine aus dem Bindegewebe, dem sogenannten Pischinger-Raum mobilisiert werden, muss der Arzt auf eine ausreichende Ausscheidung dieser Schlacken achten und durch naturheilkundliche Maßnahmen oder andere ausleitende Verfahren die Patienten hierbei unterstützen.
Die Erfahrung - und das ist ein genauso wichtiger (empirischer) Faktor - hat auch gezeigt, daß es zu verschiedenen, auch subjektiven Reaktionen kommen kann, die je nach Verfassung, Konstitution und Krankheitsbild ausfallen und auf die auch individuell eingegangen werden sollte.
Die wichtigsten Regeln sind dabei:
"von innen nach außen" und ?von oben nach unten? das erfordert nun eine genaue Beobachtung therapeutische Unterstützung und Modifikation.
Jede Reaktion des Patienten sollte beachtet werden und dem Arzt bei der nächsten Sitzung mitgeteilt werden, damit der Behandler darauf reagieren kann.
Wie schauen diese Reaktionen denn aus?
Viele Patienten fühlen sich nach der Behandlung müde und manche müssen einfach schlafen gehen.
Andere wiederum sind ziemlich stimuliert und "aufgedreht";.
Manche Patienten bekommen einen kurzen Schüttelfrost und fühlen sich kurzzeitig etwas vergrippt; manche spüren für einige Zeit alte, nicht ausgeheilte Entzündungsherde wieder. Alles in allem aber wird die erste Sitzung schon als deutlicher Umschwung im Krankheitsverlauf erlebt und glücklicherweise die Stimmung meist deutlich gebessert.
Wichtig ist aber auch immer die Ausgangssituation
So wird z.B. ein chronisch geschwächter Kranker nur eine geringere Menge Eigenblut verabreicht bekommen als ein kräftiger Patient mit einer Akutsymptomatik.
Die Injektionen sollten nur nach einiger Zeit (4-5 Tage) wiederholt werden, da sonst das Regulationssystem überlastet ist und blockiert wird.
Auch bringen zu lange durchgeführte Kuren mit Eigenblut nicht viel, da sonst das Immunsystem in seiner Reaktionsfähigkeit erschöpft ist.
Gegenanzeigen und Risiken
Bei aktiver Tuberkulose, AIDS, Thrombophlebitis, schweren Karzinomen und bei Macoumarbehandlung sollte keine Eigenblutbehandlung durchgeführt werden.
Wo kann die Eigenblutbehandlung eingesetzt werden?
Am besten sprechen darauf die Allergiker mit Pollinose und Heuschnupfen an.
Patienten mit chronischen Erkrankungen des HNO- Trakts, die andauernd verkühlt sind und deren Immunität sichtlich herabgesetzt ist, sind auch dankbare Anwender dieser Behandlungsmethode.
Da die Eigenbluttherapie regulierende, antiphlogistische ist und analgetische Effekte hat, kann man sie auch bei Schmerzzuständen verschiedenster Genese einsetzen und dadurch die eine oder andere Schmerztablette einsparen.
Im allgemeinen genügt ein Behandlungszyklus von vier bis sechs wöchentlichen Sitzungen; das hat auch den Vorteil, daß es zu regelmäßiger, auch klinischer Kontrolle seitens des Arztes kommen kann und der Patient in wichtigen Reaktionsphasen einen ärztlichen Beistand hat mit dem er seine Beschwerden, Veränderungen und Fortschritte besprechen kann.







