Naturheilkunde
Aus der Geschichte der Medizin wissen wir, dass wir ohne Natur auch in der Allgemein - Medizin nicht auskommen.
Trotz aller Fortschritte der Pharmazie und der biochemischen Forschung müssen viele Heilmittel aus natürlichen Rohstoffen gewonnen werden. In der Homöopathie werden hauptsächlich Naturmittel verwendet. Auch die TCM und Ayurveda arbeiten damit.
Es gibt sogar einige Forschungsstationen im Amazonas die nur auf der Suche nach neuen pflanzlichen Wirkstoffen sind. Die Naturmittel haben den Vorteil, dass sie oft weniger Nebenwirkungen erzeugen als chemische Medikamente, die zwar effektiv und schnell wirken, aber auch einiges am Organismus durcheinanderbringen können!
Naturheilkunde ist aber mehr als nur Heilkräuter - pharmazeutische Therapie sondern beinhaltet auch viele Methoden, die früher vor allem von Baadern gemacht wurde; die physikalische Therapie und die Kneipp - Methode haben sich z. B. daraus entwickelt. Heute gibt es ein zunehmendes Interesse für Naturmethoden, weil wir am Anfang der Postmoderne stehen und der absolute Glaube an Technik und Fortschritt verlorengegangen ist. Es geht nur mit der Natur und nicht gegen sie, da es der einzige Weg sein wird, wieder mit der Schöpfung in Einklang zu kommen (wenn überhaupt noch möglich ).
Es geht auch nicht nur darum, sich über BSE, Umweltzerstörung, SARS Vogelgrippe oder andere gemachte Leiden den Kopf zu zerbrechen, sondern um eine umfassende Neuorientierung wobei die Naturheilkunde, der Umweltschutz, eine vernünftige Resourcennutzung, eine Kooperation von Hightech und Natur und eine neue lebensnahe und erfrischende Ethik eine wichtige Rolle spielen.
Es muss klar sein, dass Medizin a priori keine exakte Wissenschaft sein kann, denn jeder Mensch ist verschieden, d.h.wir sind also individuell und es ist nicht fair den Menschen einfach nur in naturwissenschaftliche, diagnostische oder andere Schubladen zu stecken. Bei der Behandlung von chronischen Krankheiten muss man daher sehr genau und individuell vorgehen. Ich freue mich wirklich über die Errungenschaften der Technikmedizin, vor allem der Intensivmedizin, wo geradezu Wunder vollbracht werden, aber bei chronischen Erkrankungen hat die Naturmedizin immer noch einen wichtigen Stellenwert.
Die Zusammenarbeit von Schulmedizin und Komplementärmedizin ist daher auch ein Lösungsansatz: man nutzt die wunderbaren technischen Diagnosemethoden der klinischen Schulmedizin und behandelt sowohl pharmazeutisch, wenn erforderlich, als auch mit Naturheilkunde. Gerade im Hinblick auf die Natur und deren Zerstörung ist es nicht mehr einfach, unbeschwert zu leben, vor allem eine Krankheit oder ein chronisches Leiden lassen da oft philosophische Fragen aufkommen; und es geht deshalb hier nicht nur um Linderung und Betäubung der Beschwerden, sondern um eine Frage nach dem Warum und als Folge: um den Weg und um den Sinn des Lebens, aber auch des Leidens.
Es hat sich schon herumgesprochen, dass im Prinzip eine jede Erkrankung psychosomatisch ist, da der Mensch eine Einheit von Leib, Geist und Seele ist.
Daher wird bei jeder Erkrankung ( aber auch Verletzung ) die Frage nach dem Sinn gestellt, das geschieht eigentlich automatisch und fast unbewußt, man hat dann die Wahl zwischen Verdrängung oder Annehmen.
Da die Antwort nicht auf der Hand liegt, muss ein innerer oder äusserer Dialog entstehen und ein Arzt oder Therapeut wird hier oft zum notwendigen Dialogpartner, weil man sich ja selbst nicht so gut genug sehen und beurteilen kann wie ein Gegenüberstehender.
Und da kommt der Punkt, an dem die Kräuterheilkunde sinnvoll eingesetzt werden kann, denn auch die Pflanzen haben einen Spirit, quasi eine Seele, und haben dadurch ihre Verbindung zur Schöpfung; eine ganz wichtige Funktion auch für die seelische Gesundung, die ein Arzt im Prinzip gar nicht abschätzen kann, denn wir können zwar eine Pflanze analysieren mit unseren Instrumenten und mit laborchemischen Methoden, aber niemals können wir die Seele der Pflanzen messen oder gar dokumentieren.
Versuche von Kirlian haben gezeigt, dass trotzdem einiges vom Gefühlsleben der Pflanzen fotographisch aufgezeichnet werden kann.
Hier kann die Demut der Therapeuten ansetzen, denn es ist keine Schande auf altbewährte Kräuterrezepturen zurückzugreifen, die von grossen Ärzten bei vielen Krankheiten verwendet wurden, da wir, rein philosophisch gesehen, gar nicht genau wissen wie die Pflanzen ausser chemisch - pharmazeutisch noch zusätzlich wirken. In vielen kulturen gibt es für einige Pflanzen quasi göttliche Attribute und zahlreiche Legenden werden dazu überliefert.
Auch in der europäischen Kräuterkunde verrät der Name einer Pflanze oft viel über die geistige oder seelische Wirkung.
Die Bachblütentherapie wird fast nur bei seelischen Beschwerden eingesetzt.
Wie bereits oben erwähnt gibt es aber auch viele Naturheilmethoden, die nicht mit Kräutern u. ä. arbeiten, sondern sich physikalische und biologische Phänomene zu Nutzen machen, wie z. B. diverse Reiztherapien.
Zu erwähnen sind Methoden wie Akkupunktur, Homöopathie, Eigenbluttherapie, Schröpfkopftherapie, Magnetfeldtherapie, Schwellstromtherapie, Fasten, Bewegungstherapie, Sauerstofftherapie und Bioresonanztherapie.
Diese Methoden können wunderbare Dienste leisten, es fehlt aber hier der biologisch - pharmazeutische und leider auch mystische Aspekt der Pflanzenheilkunde.
Es ist jedem vernünftigen Menschen klar, dass viele Erkrankungen der klassischen Schulmedizin bedürfen und dass eine solide schulmedizinische Ausbildung erst die Basis für Komplementärmedizin sein sollte.
Daher sollte jeder Patient auch klinisch und ärztlich untersucht werden, bevor irgendeine naturheilkundliche Behandlung begonnen wird.
Vor exotischen Behandlungsmethoden ohne klinischen Hintergrund oder gar Eigenbehandlungen ohne ärztlichen Rat ist daher dringend abzuraten.
Nur dann hat die Naturheilkunde die Chance als effektive Monotherapie oder Begleittherapie ernstgenommen zu werden.
Eine Stärke hat die Naturheilkunde allerdings aufzuweisen, und die liegt in der Vorsorge - und Präventivmedizin.
Ich denke hier an Methoden wie Diätplanung, Fastentage, Massagen, Gymnastik, Chi gong, Thai chi, Yoga, ayurvedische Ölmassagen, Magnetfeldtherapie aber auch an die kleine Kräuterheilkunde aus der Hausapotheke.
Manchmal wird es aber nur mit therapeutischer Hilfe möglich sein, einen bleibenden Erfolg zu erzielen. Dies sollte niemand davon abhalten, weiterhin etwas für die eigene Gesundheit zu tun.
Vor dem Hintergrund eines defizitären Gesundheitssystems ist der Vorteil dieser
( noch ) relativ einfachen Methoden und der Nutzen für jeden klar ersichtlich...






















