Patientenfragen
Wie vielleicht manche von den Besuchern der Seite schon wissen, bin ich für viele Zeitungen, Magazine, Zeitschriften als Gesundheitsberater tätig gewesen, ein Teil dieser Arbeit waren regelmäßige Kolumnen mit verschiedensten Patienten fragen.
Hier folgt nun eine Sammlung und eine Zusammenfassung der häufigsten Fragen und interessantesten Artikel:
- Adipositas, Übergewicht, Fettsucht
- Alternative Medizin
- Alterswallungen
- Angstkrisen und Hypertonie
- Ayurvedamedizin
- Ayurveda psychosozial
- Antibiotika ,Darmflora und Morbus Crohn
- Diabetes
- Diabetes und Ayurveda Momordica charantia
- Doppelbilder
- Drehschwindel
- Eigenbluttherapie / Aderlass
- Frühjahrskur
- Genaue Diagnose unmöglich
- Gesund und schön
- Harnsäure
- Johanniskraut
- Hypertonie
- Ernährung und Diabetes
- Juckreiz Hämorrhoiden
- Kolloidales Silber
- Kreuzweh
- Kshirabala
- Menstruationsschmerzen
- Migräne
- Netzwerkprodukte / Paramedizin
- Osteoporose
- Osteoporose 1
- Polyneuropathie
- Polyneuropathie 1
- Polyneurpathie 2
- Piercing
- Prostatahyperplasie
- SARS
- Schamanismus
- Schilddrüse- Gallensteine
- Schmerzen bei Polyarthritis
- Schmerzen
- Schnupfen bei Kindern
- Schulmedizin Alternativmedizin Komplementärmedizin
- Schulter HWS-Schwindel
- Schwermetalle Amalgam Pilze
- Schwindel und Darmträgheit
- Sinusitis
- Sodbrennen und Übersäuerung
- TCM traditionelle chinesische Medizin
- Trigeminusneuralgie
- Übelkeit
- Übergewicht
- Übersäuerung
- Ulcus cruris
- Thrombozytopenie
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Adipositas
Frage: Ich bin 47Jahre alt und extrem übergewichtig,130 kg auf 167 cm, mache seit 3 Wochen Akkupunktur mittels Dauernadeln und mein Hungergefühl ist auch besser dadurch. Aber insgesamt geht es mir nicht gut, Übelkeit, Kopfschmerzen und Gelenkschmerzen...und ich habe erst ca. 2 kg angenommen.
Ich habe gehört, beim Abnehmen werden viele Giftstoffe frei; gibt es Möglichkeiten, mit diesen Giftstoffen besser fertig zu werden?
Antwort: Es ist richtig, dass bei Fettsucht giftige Stoffe im Gewebe gespeichert werden und diese dann bei starkem und oft übertriebenen Fastenkuren ins Blut gelangen und dann allerlei mögliche Symptome verursachen können. Besser für Sie ist eine Diät, die den Stoffwechsel anregt, und zwar mit erhitzenden, bitteren, austrocknenden und scharfen Speisen, das über lange Zeit mit einem oder maximal zwei Tagen Nulldiät pro Woche.
An diesen Tagen sollten Sie nur heißen Ingwertee mit Zitrone, schwarzem Pfeffer und etwas Honig zu sich nehmen. Für die "Vergiftungssymptome" gibt es Kräutertropfen und Basenmischungen vom Arzt.
Viel Bewegung mit Schwitzen, aber auch Sauna sind günstig für das Abnehmen.
Vermeiden Sie zuviel kalte, süße Getränke und essen Sie nur, wenn Sie wirklich Hunger haben. Für die medizinischen Aspekte gibt es jetzt neue Kapseln mit Ayurvedakräutern, die sehr günstig beim abnehmen sind, außerdem sollten Sie eine spezielle Ayurveda Diät durchführen. Zur Entgiftung sind Kräutertropfen geeignet.
Ersatzhandlungen wie Naschen etc. deuten auf fehlende "Süße des Lebens" und gehören durch aktive und offene Lebensführung ausgetauscht.
Alternative Medizin
Frage: Man hört oft von Klinikern und Schulmedizinern, dass die Alternativmedizin nichts bringt, dass alles nur Placenbo ist und Naturheilkunde nur ein Geschäft sein soll. Auch Profil hatte vor kurzem einen Artikel über die Wirkungslosigkeit von Homöopathie gebracht; Sie sind ja Schulmediziner, Naturheilkundler und Ayurvedaarzt, was sagen sie dazu ?
Antwort: Nun, die Bezeichnung Alternativmedizin gefällt mir eigentlich gar nicht, weil hier eine Alternative suggeriert wird, die es oft einfach nicht gibt.
Eine bessere Bezeichnung ist Komplementärmedizin, also jeweilige Ergänzung.
Es gibt Indikationen, wo man nur mit der schulmedizinischen Therapie weiterkommt, dann gibt es Indikationen wo man kombinieren sollte, weiters aber auch Erkrankungen, wo die Schulmedizin buchstäblich nichts zu bieten hat. Was die Homöopathie betrifft so kam die natürlich schlecht weg weil das nicht materialistisch und mechanizistisch erklärbar ist, allerdings sollten dann die Kritiker ihre Musik im Supermarkt einkaufen und ins Radio einfüllen, bevor sie Musik hören, denn auch das ist wie die Homöopathie ein Schwingungs- und Resonanzphänomen.
Darüber hinaus gibt andererseits zunehmend mehr an paramedizinischen Verfahren, die teilweise nicht seriös sind oder aus zeitgeistigen Gründen gerade in Mode sind aber medizinisch nicht viel bringen. Hier sind zu viele fließende Grenzen zu Scharlatanerie, Geschäftemacherei.
An sich ist gegen engagierte Menschen und Therapeuten nichts einzuwenden, sofern sie ihre Grenzen kennen und im Namen des Patienten kein Risiko eingehen.
Ich musste aber oft sehen, dass viele diese Grenzen nicht wahrhaben wollen, hier wird es gefährlich. Wenn Sie an Ihrem Auto eine Reparatur benötigen, werden Sie auch zum konzessionierten Mechaniker gehen und nicht zum Kesselflicker. Genauso und noch viel sensibler ist es im Bereich der Medizin. Natürlich wird es auch immer unmenschliche oder arrogante Ärzte auch geben und ein freundlicher, menschlich warmer Therapeut kann mitunter mehr erreichen als ein Angst machender Arzt, der scheinbar alles ganz genau weiß.
Allerdings sollte der gute Therapeut auch eine profunde Ausbildung haben und sich nicht übernehmen.
Alterswallungen
Frage: Mit meinen 78 Jahren habe ich noch immer Wallungen. Wenn ich mich wohl fühle, klingen sie fast ab. Aber jetzt hatte ich einen grippalen Infekt und in der Nacht alle ½ Stunden starke Schweißausbrüche.
Was ist die Ursache und wer kann mir helfen?
Antwort: Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Wallungen hormonellen Ursprungs sind ist eher gering, zur Sicherheit müsste man einen Hormonstatus durchführen.
Dass bei Ihnen nach oder während einer Grippe Schweißausbrüche auftreten ist auch im normalen Rahmen.
Nach den Kriterien von Ayurveda entspricht ein zuviel an warmen Schweiß einem Überschuß an Pitta (Element Feuer und Wasser) und ist durch Kräuter zu behandeln, die das Pitta senken. Diese sind primär eher bitterer, süsser und kühlender Qualität; die gleiche Strategie gilt für die Ernährung.
Ein Überschuß an Säuren im Körper kann ebenfalls zu Schweißausbrüchen führen, hier reagiert die Haut als Ventil, als "dritte Niere".
Hier gilt es, vor allem auf Mehlspeisen und Weißzucker zu verzichten um die alimentäre Übersäuerung zu stoppen.
Auch vegetative Störungen, wie Stress, Trauer und Anspannung u.a. können sich in starkem Schwitzen äußern und sind mit beruhigenden ausgleichenden Kräutern zu behandeln bzw. muß der Stressfaktor eliminiert werden.
Die eigentliche Ursache wird aber erst nach ausführlicher Anamnese und klinischer Untersuchungen feststellbar sein.
Angstkrisen und Hypertonie
Frage: Ich bin 67 Jahre, weiblich, alleinstehend und leide unter Angstkrisen. Seit 2 Jahre nehme ich dauerhaft Mittel für den Blutdruck (ACE - Hemmer, Thrombo Ass). Bei meine Angstkrisen steigt auch der Puls, oft über 100 / min. Wie krieg ich den hinunter und was kann ich sonst noch tun ?
Antwort: Angstkrisen drücken, wie auch aus der Sprache erkenntlich, einen geistigen Zustand von Enge und Ausweglosigkeit dar und andererseits ist die körperliche Reaktion darauf mit Herzklopfen und Druckerhöhung eine wichtige vitale biologische Antwort. Gründe um Angst zu haben gibt es unendliche, gemeinsam ist oft ein für den Patienten wichtiger thematischer Bezug zum auslösenden Faktor. Das muss man sich genau in der Ordination anschauen.
Oft sind negative Erinnerungen oder alter emotionaler gestauter Müll für einen Menschen angstauslösend. Auf der anderen Seite ist vieles heute tatsächlich beängstigend und wird auch offiziell ziemlich verdrängt, (Umwelt-, Klima- und Naturschäden, egoistische Geldwirtschaft, Verlust des sozialen Gefüges, Mobbing, Angst vor Terror und Gegenüberwachung, Wirtschaftsflaute....).
Ayurveda bietet auch hier Antworten aus den vedischen Schriften; demnach ist der Mensch, bestehend aus Körper ( 5 Elemente ) Geist und Seele mehr als ein darwinistisches Kompetitivtier sondern ein empfindlich reagierender Organismus, der auch als Indikator für nachteilige Veränderungen ernstgenommen werden will.
Zurück zu Ihrem Puls; hier können sie Weißdorntropfen in Urtinktur einsetzen, Ein homöopathisches Präparat aus Eisenhut oder Buschmeister (die Ausgangssubstanz Ihres Blutdruckmittels) kann sich gut auswirken.
Für die neurovegetaive Achse der Angst und Pulserhöhungen gibt es Kräutertropfen auf der Basis von Hopfen, Baldrian, Passiflora, Ambra und Mellisse. Aus der Ayurvedamedizin, nicht zu verwechseln mit der Wellness Ayurveda kann man einige Nerven ? Rasayana, d.h. Regenerationsmittel für Gehirn und Nervensystem einsetzen.
Ayurveda psychosozial
Frage: Können Sie mir die Krankheitsursachen aus Sicht der Ayurvedamedizin darstellen. Ich habe in einem Vortrag von einem anderen Ayurvedaarzt gehört, es gelten auch psychosoziale Faktoren und Störungen, wie Neid, Gier, Stolz, Arroganz, Egomanie, etc. als Krankheitsursachen. Wie wird damit aus medizinischer Sicht umgegangen ?
Antwort:
Es ist sicher richtig, dass erwähnte Emotionen als Störung oder Mangel auf den Körper einwirken, auch unsere Umgangssprache spricht von Kränkungen und bezeichnet manche Charakterzüge und psychosomatische Reaktionen als körperliche Vorgänge; z.B. Hartnäckigkeit, die Nase voll haben, gelb vor Neid werden, einen Schleim haben, etwas zum Kotzen finden....
Leider ist es nicht so, dass alle Menschen gleich auf Kränkungen reagieren, manche sind da sensibler andere widerum sind da sehr hart im nehmen, teilweise verhärtet; auch das ist schlimm, denn diesen Menschen fehlt quasi die emotionale Reaktionsfähigkeit, oft folgt dann ein verhärtetes, stures Programm mit entsprechenden sturen inneren Konfirmationen.
Im Ayurveda wird gesagt, dass das Unterdrücken von natürlichen Drängen nicht günstig ist für die Gesundheit, damit sind vor allem instinktive und reflexbezogene Prozesse gemeint,
wie z.B. Gähnen, Niesen, Husten, Darmwinde ablassen, aber auch das Zurückhalten von Tränen und anderer Emotionen, vernünftiger Umgang mit Sexualität.
Natürlich gibt es ethische Grundregeln und moralische Maxime und nicht jede (aggressive) Emotion muss ausgelebt werden.
Oft wird auch das Ausleben von spiritueller Emanzipation, Moksha als Rechtfertigung für erotische Eskapaden oder als Überbau z.B. für Altherren- Torschlußängste gesehen.
In der ayurvedischen Psycho - Medizin wird das als Verlassen des sattvischen Weges (Aus-gewogenheit, harmonisches Mittelmaß, Bescheidenheit) gesehen; hier überwiegt dann eindeutig Rajas (Leidenschaft, Größenwahn, personale Hypertrophie und Hyperaktivität) und/oder Tamas (egoistischer Geiz, Ignoranz, Verkennung der realen Situation).
Es gab schon mehrere Ayurvedaärzte, aber auch Apotheken, die diese Mitte nicht gefunden haben und aufgrund des exotischen Status als Gurumediziner die Bodenhaftung verloren haben und dabei sogar medizinrechtliche Grenzen übersehen haben.
Das sollte nicht sein und daher wird auch an einer Qualitätssicherung für Österreich seitens der Ärztekammer und ähnlicher Gremien intensiv zu arbeiten sein.
Ich persönlich bin jedenfalls immer für schulmedizinische ärztliche Begleitkontrollen und die Beibehaltung der medizinischen Ausbildungsverpflichtung, für alle, die ayurvedisch behandeln.
Antibiotika, Darmflora und Morbus Crohn
Frage: Anläßlich einer Zahnoperation mußte ich Antibiotika einnehmen.
Da ich unter Morbus Crohn leide hätte ich gerne Antwort auf folgende Fragen: Wie wirkt sich diese Einnahme auf die Darmflora aus und wie lange dauert es bis zur völligen Wiederherstellung eines gesunden Milieus. Ist die Einnahme von Antibiofilus Präparaten sinnvoll und wie lange soll diese erfolgen?
Antwort:
Punkt1: Die Einnahme von Antibiotika bei Zahnoperationen ist an sich gut bemeint als Prophylaxe gedacht, aber leider schon an sich biologisch nicht immer günstig, da meist zwar die Symptome verschwinden aber vieles auch im Kieferknochen zurückbleiben kann, was später wieder Entzündungen, Wurzelbehandlungen,Trigeminusneuralgie, chronische Sinusitis, Migräne etc. hervorrufen kann.
Der Körper ist eben ein sehr feines System, und gerade Zahnprobleme sollten wirklich ganzheitlich behandelt werden. Darauf haben sich schon viele neue Zahnärzte eingestellt und bieten das auch als erweitertes Programm an.
Leider ist das nur privat möglich, aber ich hoffe, bald wird diese Ganzheitszahnbehandlung wieder mehr gewürdigt und als ernorm Folgeschäden- und Kosten - sparende Methode auch honoriert.
Punkt 2 : Antibiotika sind an sich immer eine Tortour für die Darmschleimhaut und mit Antibiophiluspräparaten wird, noch dazu bei Morbus Crohn nicht wirklich viel passieren. Hier muss man prinzipiell die Darmmukosa ordentlich aufbauen, mit pflanzlichen Entzündungshemmern und Kräutertropfen ebenso wie mit isopathischer Behandlung dem Darm die Möglichkeit zur Regeneration bieten. Das, so hat auch meine Erfahrung gezeigt ist möglich, auch wenn Lehrbücher anderes behaupten und die lückenlose lebenslange Einnahme von Entzündungshemmern empfehlen.
Diabetes
Frage: Wie heisst das Gemüse, das bei Diabetes mellitus II günstig wirken soll ?
Antwort:
Es handelt sich um die Bittergurke oder Wunderbalsambirne, lat. Momordica charantia, ind. Karela. Diese Frucht wirkt definitiv bis zu einem gewissen Ausmaß zuckersenkend. Der Geschmack ist ziemlich bitter, daher ist dieses Gericht bei uns kaum bekannt. Die Pflanze ist aber auch als Tee in den Apotheken erhältlich; ca. 1 L täglich ist die empfohlene Dosis. Ein weiterer Vorteil: Die Pflanze wirkt auch gut bei Hypertonie, die meist beim Diabetes II zusätzlich vorkommt; gleichzeitig ist die Droge blutreinigend und hilft auch bei Akne.
Ayurveda kennt ja die Aufteilung in Konstitutionen und sowohl Diabetes mell. II und Hypertonie sind meist bei Kapha Konstitutionen zu finden bzw. werden als Kapha dosha assoziiert betrachtet. Der Vorteil von dieser Einteilung ist die spezielle Diät, die sich daraus ergibt. So hat nun die sog. Anti Kapha Diät immer auch einen günstigen Effekt auf Kapha Dosha wie z.B. Diabetes
mellitus.
Diabetes und Ayurveda Momordica charantia
Frage: Sie haben einmal eine indische Heilpflanze erwähnt, die bei Diabetes mellitus gut wirken soll. Können Sie darüber genaueres berichten ?
Antwort: Die Pflanze heisst lateinisch Momordica charantia.
Synpnyme: Bittergurke, Wunderbalsambirne, Karela, Charantia...
Der Name Wunderbalsambirne lässt schon von der Heilkraft ahnen;
Seit Jahrtausend gehört dieses Lebens- und Heilmittel zur indischen Küche und wird in der alten indischen Medizin, dem Ayurveda erfolgreich eingesetzt.
Seit kurzem gibt es dieses Heilkraut auch in europäischen Apotheken in Teeform, und in den indischen food shops findet sich immer öfter die grün stachelige Frucht.
Was zeichnet diese Heilpflanze aus ?
Die Frucht selbst hat einen eher bitteren, herben und leicht scharfen Geschmack.
Nach Ayurveda hat dieser Geschmack viel von den Elementen Luft, Äther und Feuer. Dadurch werden eben die Elemente Erde, Wasser ausgeglichen und auch reduziert.
Im System der Doshas, also der drei Bioenergien Vata, Pitta und Kapha wirkt Karela am ehesten Kapha und Pitta reduzierend.
Was heißt das in unsere Medizinsprache übersetzt?
Kapha, durch die Elemente Erde und Wasser definiert, hat bestimmte Qualitäten: kalt, süß, weich, schleimig, glatt, feucht, fett-ölig, umhüllend-protektiv und unbeweglich......
Pitta: sauer, scharf, heiß, tranformierend, bewegend, flüssig-ölig....
Im Ayurveda gibt es nicht Krankheiten im Sinne abstrakter, definierter Lehrbuchgrößen, sondern die Erkrankung wird individuell, konstitutionell als Ungleichgewicht der Doshas also der Biokräfte (somit auch der Elemente) gesehen; nun gibt es eben auch Erkrankungen die mit einem Überschuß an Kapha oder Pitta charakterisiert sind. Ein einfaches Beispiel: Bei einer Entzündung (lat. Inflammation) ist das Pitta-dosha mit dem Element Feuer erhöht.
Bei einer Bronchitis mit viel feuchtem Schleim ist das Kapha-dosha erhöht.
Wie wird dann jeweils behandelt ?
In dem man die fehlenden Elemente erhöht, um das Gleichgewicht wieder herzustellen.
Im Fall der Entzündung wird man kühlend, befeuchtend süß oder bitter als ausgleichende Elemente-Qualität einsetzen; bei der schleimigen Bronchitis viel mit austrocknender Hitze, scharf, sauer aber auch bitter und herb (adstringierend) arbeiten.
Momordica charantia hat also eine Kapha-reduzierende und eine Pitta-senkende Wirkung.
Die Hauptwirkung entwickelt Karela bei Kapha-Störungen wie z.B.: Übergewicht, Fettleibigkeit, Ödemen, herabgesetzter Verdauungskraft, Obstipation, hypervolämischer, plethorischer Hypertonie, Hyperlipidämie, Hypercholesterinämie, und bei Diabetes mellitus Typ II.
Bei Kapha- Menschen wirkt Karela daher auch ausgleichend und präventiv, denn ohne diese und andere ausgleichende Maßnahmen kommen die Kapha-Störungen und Krankheiten bei diesen Konstitutionen früher oder später so sicher wie das Amen im Gebet.
Da sich die Einnahme als Nahrungsmittel oder als Tee nicht so kompliziert gestaltet steht somit einer persönlichen Gesundheitsvorsorge bei obigen Beschwerden nichts im Wege.
Die wichtigsten Pitta-Störungen, bei denen der Tee als
(zusätzliche) Hilfe eingesetzt werden kann sind: rheumatoide Arthritis, Lupus erythematodes, Akne, die durch unreines, überhitztes Blut entsteht, Psoriasis, Magengeschwüre und andere entzündliche Hautstörungen.
Manche Symptome können als Mischung von Kapha und Pitta Störungen auftreten z.B.: Nesselsucht, entzündliche Bronchitis und Asthma, auch Allergien wie Heuschnupfen und allergische Konjunktivitis sind solche Störungen. Hier kann Momordica charantia zusätzlich eingenommen werden und dadurch eventuell Antihistaminika und Kortison reduziert oder eingespart werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Karela exakt der alten vedischen Weisheit: "Deine Nahrung möge dein Heilmittel sein und dein Heilmittel die Nahrung" entspricht, vorrausgesetzt man beachtet die Lehre der Tridosha.
Um den Patienten das Studium des Ayurveda zu ersparen, empfiehlt es sich, in Gesundheitsfragen einen Arzt zu konsultieren, der diesbezüglich ausgebildet ist und eine Konstitutionsbestimmung durchführen kann.
Bezüglich der Pflanze Momordica charantia empfehle ich die weiterführende Lektüre des gleichnamigen Buches von Dr. Otfried Weise; wo ich die Ehre hatte ein kleines Vorwort einzufügen.
Doppelbilder
Frage: Ich bin 73 Jahre alt, weiblich, 66 kg, 170 groß, manchmal niedriger Blutdruck. Bitte könnten Sie mir einen Rat geben, wieso ich in letzter Zeit oft Doppelbilder von Personen habe.
Momentan Magen- und Verdauungsbeschwerden; nehme derzeit Laevolac, Thrombo ASS, Pantaloc.
Antwort: Falls Sie nur Personen doppelt sehen und den Rest normal, sollten Sie eher psychiatrische Hilfe in Anspruch nehmen, denn das scheint mir eigenartig.
Falls Sie hingegen allgemein Doppelbilder haben, müssen Sie eine neurologische Abklärung durchführen lassen. Einige Erkrankungen, auch Multiple Sklerose können so beginnen. Erst nach Diagnosen sind weitere Behandlungen möglich.
Für den Kreislauf nehmen Sie am besten einen Weißdornextrakt. Wenn das nicht reicht, ist auch hier medizinische Abklärung in Richtung Carotis- oder v.a. Vertebralisstenose notwendig. Günstig könnten sich Nervenmittel erweisen, diese sind zwar nicht indikationsspezifisch aber gut für das gesamte Nervensystem.
Thrombo ASS kann auf den Magen gehen, gibt es noch Indikationen dafür ? Falls nicht, könnte man hier das Pantaloc sparen oder reduzieren.
Drehschwindel
Frage: Meine Schwester hat Drehschwindel. Sie ist seit Jahren in Behandlung, aber niemand kann ihr helfen. Keiner findet die Ursache. Gäbe es für diese Krankheit einen Spezialisten in der Schulmedizin oder Heilpraktik ?
Antwort: Die Ursachen für Dreh- Schwindel können viele Ursachen haben; am ehesten noch neurologische im Sinne von Innenohrschäden oder Prozessen im Gehirnbereich.
Diese Möglichkeiten sollten nicht vergessen werden, denn da muss rasch gehandelt werden.
Es gibt sowohl homöopathische Möglichkeiten als auch physikalische Maßnahmen, hier zählt dazu das Schröpfen,v.a. im HWS - Bereich, weiters gibt es Kräuterpräparate ( Bacopa, Withania), die sich günstig auf die Nervenregeneration auswirken, incl. Vit B Komplexpräparate oder Alphaliponsäure. Für die bessere Durchblutung des Gehirns gibt es auch einiges an Naturmitteln ( Gingko, Arnika ).
Vorraussetzung für eine gute Behandlung ist aber eine genau Anamnese, klinisch diagnostische Ausschlussverfahren und eine Behandlung auf mehreren therapeutischen Ebenen.
Eigenbluttherapie / Aderlass
Frage: Was ist eine Eigenbluttherapie und was ist Aderlass genau,
Bei welchen Krankheiten können sie eingesetzt werden?
Antwort: Seit ca. 80 Jahren gibt es die Eigenbluttherapie, eine Methode, die mit dem patienteneigenem Blut arbeitet und erwiesenermaßen zur Stimulierung des körpereigenen Immunsystems beiträgt.
Durch die Injektion einer geringen Menge von Eigenblut nach Blutabnahme durch den Arzt soll es zur Anregung der Ausscheidung von Toxinen kommen; Regenerationsprozesse und Ausheilungsvorgänge werden gefördert.
In der Antike wurden Krankheiten als Folge von schlechter Blutqualität gesehen. Durch den Aderlass versuchte man das Blut zu entlasten und vom Üblen zu reinigen.
Ebenso oft war der Aderlass aber ein Kunstfehler, denn er wurde viel zu häufig eingesetzt; manchmal auch mit fatalen Folgen.
Der Aderlass kann wunderbar eingesetzt werden z.B. bei roter Hypertonie in Kombination mit Hyperurikämie; also Gicht und Hypercholesterinänmie.
Kleine Mengen ein mal im Monat sind meist genügend; Dafür ist aber z.B. auf den abnehmenden Mond achten.
Nicht nur der Aderlass war für die Ärzte der Antike ein wirkungsvolles Mittel; auch die ausleitenden Verfahren; zum teil aus dem Osten übernommen und Blutreinigung als Prinzip überhaupt wurden beibehalten und durch Kräuter und andere Methoden; die blutreinigend wirken ergänzt.
Die Säftelehre; die Homöopathie und die Typisierung im Ayurveda hat immer das Blut als fixen Bestandteil des diagnostischen und therapeutischen Konzepts gehabt und auch die Labormedizin und viele interne Fachrichtungen beschäftigen sich ausschließlich mit dem Blut.
Da könnte man mal schauen was denn das Blut so in der Mythologie der Kulturen und Zeiten für eine Rolle gespielt hat. Wir kennen doch auch viele Sprichwörter und Redewendungen die sich aufs Blut beziehen:
vollblütig, blutleer, ausgeblutet, böses Blut,
Lebenssaft, ein besonderer Saft, Blutopfer........
Immer schon dürfte den Menschen auf ihre Art bewusst gewesen sein; dass es mit dem Blut etwas besonderes auf sich hat.
In der hebräisch - christlichen Überlieferung bedeutet das Wort "Blut" soviel wie "dam". Das Wort für "gleichen" ist verwandt ...."domeh".
"edom" hat eine Verwandtschaft zu "rot".
"Adam"heißt auch "ich gleiche".
Man könnte auch weiter suchen im Wissenschaftlichen,
und feststellen, daß die Moleküle des Chlorophylls; des grünen Farbstoffes der Pflanzen; und das blutbildende Hämoglobin die gleiche Struktur aufweisen außer einmal mit Magnesium und; im Fall des Blutes mit Eisen.
Das ist rein wissenschaftlich aber auch "etymologisch" gesehen der Zusammenhang zwischen Blatt, Blätter, Blut und Blüte.
Zurück zur Eigenbluttherapie:
man hat Untersuchungen gemacht: daß die Zahl der Abwehrkörper steigt; daß sich der ph-Wert ändert; daß sich die Blutsenkung zunächst beschleunigt dann aber wieder bessert; daß die proteolytischen Fermente und die Elektrolyte sich geringfügig ändern können.
Die unspezifischen Abwehrzellen (Phagozyten und Makrophagen) werden erhöht ebenso die unspezifischen Fermente Prosperdin, Interferon und das sogenannte Komplementsystem.
Auch die spezielle Abwehr wird zellulär durch Lymphozyten und humoral durch Immunglobuline gestärkt.
Man lernte,indem man geringere Dosen einsetzte; die Dosis nach gegebenem Zeitpunkt variierte und zum Eigenblut noch Kräuterlösungen mit organspezifischer Wirkung hinzufügte.
Heute geht man vom ganzheitlichen, kybernetischen Modell der Information aus die in einem Mililiter oder gar Tropfen Blut enthalten sein soll und die den Körper auf vielen Ebenen, von der immunologischen, biochemischen bis zur mentalen Ebene anregen kann.
Eines ist aber sicher: der Körper selbst hat nie Medizin studiert und verarbeitet Signale sicher anders als wir mit all unseren geistigen Projektionen, Konditionierungen und Theorien, es ist anzunehmen, dass da noch vieles im unbekannten wirkt und arbeitet, da gibt es noch genug zu entdecken. Denn: viele Reaktionen können mit den Mitteln der Naturwissenschaft (noch) nicht erklärt werden.
Mit Eigenblut wird schon lange behandelt und es gibt genügend Aufzeichnungen und Patientenberichte. Die Erfahrung; und das ist ein genauso wichtiger (eben empirischer) Faktor; hat auch gezeigt; daß es zu verschiedenen; auch subjektiven Reaktionen kommen kann; die je nach Verfassung; Konstitution und Krankheitsbild ausfallen und auf die auch individuell eingegangen werden sollte.
Die wichtigsten Regeln sind dabei:
"von innen nach außen"
und "von oben nach unten"
das erfordert nun eine genaue Beobachtung und therapeutische Unterstützung und Modifikation. Jede Reaktion des Patienten sollte beachtet werden und dem Arzt bei der nächsten Sitzung mitgeteilt werden; damit der Therapeut darauf eingehen und reagieren kann.
Wie schauen diese Reaktionen aus ?
Viele Patienten fühlen sich nach der Behandlung müde und manche müssen einfach schlafen gehen.
Andere wiederum sind ziemlich stimuliert und?aufgedreht?.
Manche Patienten bekommen einen kurzen Schüttelfrost und fühlen sich kurzzeitig etwas vergrippt; manche spüren für einige Zeit alte, nicht ausgeheilte Entzündungsherde oder Narben wieder. Alles in allem aber wird die erste Sitzung schon als deutlicher Umschwung im Krankheitsverlauf erlebt und die Stimmung meist deutlich gebessert.
Wichtig ist aber auch immer die Ausgangssituation; so wird z.B. ein chronisch geschwächter Kranker nur eine geringere Menge Eigenblut verabreicht bekommen als ein kräftiger Patient mit einer Akutsymptomatik.
Die Injektionen sollten nur nach einiger Zeit ( 4-5 Tage ) wiederholt werden, da sonst das Regulationssystem überlastet ist und blockiert wird.
Auch bringen zu lange durchgeführte Kuren mit Eigenblut nicht viel, da sonst das Immunsystem in seiner Reaktionsfähigkeit erschöpft ist.
Da durch diese Therapie viele Toxine aus dem Bindegewebe, dem sogenannten Pischinger-Raum mobilisiert werden, muss der Arzt auf eine ausreichende Ausscheidung dieser Schlacken achten und durch naturheilkundliche Maßnahmen oder andere ausleitende Verfahren die Patienten hierbei unterstützen.
Natürlich gibt es auch, wie bei jeder Therapie Gegenanzeigen und Risiken:
Bei aktiver Tuberkulose, AIDS, Thrombophlebitis, schweren Karzinomen und bei Macoumarbehandlung sollte keine Eigenblutbehandlung durchgeführt werden.
Wo kann die Eigenblutbehandlung eingesetzt werden ?
Am besten sprechen darauf die Allergiker mit Pollinose und Heuschnupfen an.
Patienten mit chronischen Erkrankungen des HNO- Trakts, die andauernd verkühlt sind und deren Immunität sichtlich herabgesetzt ist sind auch dankbare Anwender dieser Behandlungsmethode.
Da die Eigenbluttherapie regulierend, antiphlogistisch ist und analgetische Effekte hat, kann man sie auch bei Schmerzzuständen verschiedenster Genese einsetzen unhd dadurch die eine oder andere Schmerztablette einsparen.
Im allgemeinen genügt ein Behandlungszyklus von vier bis sechs wöchentlichen Sitzungen; das hat auch den Vorteil, daß es zu regelmäßiger Kontrolle seitens des Arztes kommen kann und der Patient in wichtigen Reaktionsphasen einen ärztlichen Beistand hat mit dem er seine Beschwerden besprechen kann.
Frühjahrskur
Frage: Wie schaut die natürliche Frühjahrskur für zu hause aus ? Sollen Alle fasten ? (Zeitungsartikel zur Ballsaison)
Antwort : Es gibt einige Punkte, die Ihnen bei der ?Frühjahrskur? behilflich sein könnten:
Fasten: nicht für alle gleich gut; dünne, asthenische, gestreßte und nervöse Personen sollten nicht fasten; andere, mit Stoffwechselstörungen wie Diabetes, Hypercholesterinämie, Gicht u.a. sollten nur gezielt und unter ärztlicher Aufsicht fasten.
Wo hilft fasten ?
Bei Übergewicht natürlich und bei Verschlackung allgemein hat es Sinn einmal Fasten für einige Tage oder eine Woche auszuprobieren.
Wichtiger noch als der Beginn des Fastens ist das sogenannte ?Fastenbrechen?; hier gilt: ganz behutsam langsam und schrittweise wieder mit dem Essen anfangen.
Am besten aber man spricht seine persönliche Kur mit einem erfahrenen Arzt ab um die Komplikationen und Regeln genau zu kennen und schnell reagieren zu können.
Sport und gesunde Bewegung: Jedes Jahr wenn der Frühling kommt zieht es alle Sportbegeisterte ins Freie und gar nicht wenigen wird die Freude rasch getrübt durch allerlei unangenehme allergische Reaktionen wie Heuschnupfen, Augenjucken und ? brennen, oder gar asthmatische Anfälle.
Hier hat sich die Eigenblutkur bewährt die man als Allergiker schon 1-2 Monate vor der Blütezeit durchführen sollte, auch die mikrobiologische Darmsanierung muss dabei gemacht werden. Hier kann das Fasten auch eine Hilfe sein.
Für die , die keine Allergie haben ist natürlich eine maßvolle sportliche Betätigung die optimale Chance, den Körper mit Sauerstoff aufzutanken. Genauso können Sie aber auch eine Ozontherapie- kur machen, die ja heute auch in vielen Kurhotels angeboten wird.
Vitamine: Nach der Winterszeit sind die Vitamine und Mineralstoffe ganz wichtige Katalysatoren des Stoffwechsels und sollten eventuell auch kurzfristig genommen werden um den Körper zu stärken und zu schützen. Am bekanntesten ist das Vit C, vor allem in Esterform, weil es dann am leichtesten aufgenommen werden kann. Auch Magnesium ist wichtig für das vegetative Nervensystem, die Muskulatur und v.a. fürs Herz und gegen die Frühjahrsmüdigkeit eine wichtige Hilfe.
Hausmittelchen: zwar nicht modern aber trotzdem gut, heute gibt?s den Bärlauch am Markt zu kaufen, im (Wiener)wald gratis
(Achtung: Maiglökchen schauen ähnlich aus, sind aber giftig), Bärlauch ist ein Parasiten-killer erster Güte, treibt die faulen Darmgase, ist extrem blutreinigend und somit gut für die Schönheit und die gute Stimmung.
Kneippen ist auch nicht so modern aber billig und sehr effektiv; man beginnt eines Morgens in der Badewanne und steigert dann täglich ( wichtig, immer vorher und nachher gut erwärmen !). Probieren Sie es einfach, denn es zahlt sich wirklich aus. Wenn sie unter Frühjahrsmüdigkeit leiden verwenden Sie statt Kaffee lieber
Mate-Tee, der genauso Coffein enthält aber dafür keine Röststoffe, die auf den Magen gehen können, das gleiche gilt für Guarana
( hier ist noch mehr Coffein enthalten, daher Vorsicht vor langzeitiger Einnahme, es sei denn Sie wollen die ganze Ballsaison durchtanzen ).
Genaue Diagnose unmöglich
Beispiel aus dem nicht immer einfachen Alltag eines Mediziners
Frage: Ich bin 74 Jahre, 150 cm groß und 65 kg schwer. Ich hatte vor 4 Jahren eine Magenoperation, wobei mir 2/3 des Magens entfernt wurden.
Ich nehme Agopton und Motilium, Acecomb, Thrombo Ass und Sinvastatin.
Mein Problem ist, dass ich seit der Operation huste, bei Tag und bei Nacht.
Ich war bei einem Lungenfacharzt, beim Internisten und beim HNO Arzt, und keiner findet was. Was kann die Ursache sein; meine letzte Hoffnung sind Sie.
Antwort: Liebe Leserin, die Ursache genau herauszufinden dürfte nicht einfach sein; ich gehe davon aus dass die jeweiligen Fachärzte in ihrem Spezialgebiet alles getan haben um eine Ursache zu finden. Vielleicht ist es auch gar nicht möglich überhaupt eine medizinisch fassbare Ursache zu finden, die Schulmedizin spricht dann von idiopathisch oder kryptogenetisch, was soviel heißt wie: Ursache unbekannt.
Diese Bezeichnungen kommen noch aus der "alten" europäischen Tradition, wo menschliche Schwächen realistisch gesehen wurden, so auch die Unmöglichkeit alles erklären können zu müssen. Eine gewisse Demut des Arztes kann hier noch durchscheinen.
Durch den teuren apparativen Aufwand und immer neuere Geräte zur Bestimmung von diesem und jenem bei kranken Menschen wird unbewusst suggeriert, man habe alles im Griff und kann sich alles rational und naturwissenschaftlich erklären. Dem ist aber nicht so und ich vermute es wird immer so bleiben, ein Teil des Menschen ist eben nicht messbar und streng erklärbar. Man könnte hier auch von einer paracelsischen Unschärferelation sprechen.
Bei Ihnen ist eigentliche eine andere Frage viel interessanter !
Was könnte Ihnen helfen ?
Die Homöopathie z.B. nähert sich dem Lebendigen durch empirische Betrachtungsweise und hat immerhin schon eine Erfahrungszeitspanne von 250 Jahren. (zum Vergleich: Antibiotika der ersten Stunde sind nicht viel älter als ca. 65 Jahre). Das wäre eine Möglichkeit, die andere besteht im jahrtausende alten System der Ayurvedamedizin, die speziell auf das Individuum , seine persönlichen Symptome, Beschwerden und seine Konstitution eingeht und sich nach wie vor bewährt.
Beide Formen der Anamnese und der individuellen Behandlung kann ich Ihnen in meiner Ordination anbieten, vorausgesetzt Sie haben ca. 1 Stunde Zeit, um in aller Ruhe alle notwendigen Fragen und Kriterien auszuarbeiten.
Gesund und schön
Frage: Könne Sie ein paar Tipps für Gesundheit und Schönheit im Alter geben ?
Antwort: ?Schönheit kommt von innen? ist so neu auch wieder nicht und hat seit dem alten Rom nichts an Gültigkeit verloren. Vielmehr ist es so, dass Sie längerfristig nur mit der Natur und Ihren Mitteln einen bleibenden und zufriedenstellenden Erfolg punkto Schönheit erreichen werden.
Hier ein paar Tipps, wie Sie mit Ernährung, Gewürzen und anderen Kräutern schön und jung bleiben können.
1 ) Eine gute Verdauung ist die Basis für einen guten Teint. Dafür sorgen Gewürze wie Basilikum, Petersilie, Kreuzkümmel, Bockshornkleesamen, Anis, Koriander, Kurkuma und viele andere Gewürze. Diese können Sie öfter in Ihren Speiseplan einbeziehen und sind z. B. am Wiener Naschmarkt erhältlich.
2) Zuviel Fleisch ist nicht so gut für die Verdauung und die Haut. Am besten ist noch Hühnerfleisch, Putenfleisch und Lammfleisch wenn möglich von natürlicher Tierhaltung. Rindfleisch ist leider etwas riskant geworden, ich sehe kaum Nachrichten mehr ohne zappelnde, kranke Rindviecher.......
3) Auch Entschlackung spielt bei bei gutem Aussehen eine wichtige Rolle. Hier verbessert sich die Ausstrahlung der Menschen nach einiger Zeit, man fühlt sich leichter und klarer.
Die Nieren kann man mit einfachen Brennessel- und Goltrutentee unterstützen und der Leber hilft man mit etwas Löwenzahnsaft oder -salat.
Für die Zellregenerierung danach empfiehlt sich Chyavanprash, eine indische Medizinalkonfitüre.
Natürlich ist die Entschlackung bei gesunden und kranken unterschiedlich und sollte mit einem Arzt besprochen werden.
4) Auch das Fasten kann helfen schöner zu werden, viele glauben fasten hat nur mit Opferbereitschaft zu tun aber man kann sich dabei auch einiges erhoffen in punkto Schönheit.
Manchen tut es gut einmal in der Woche zu fasten, andere, und vor allem gestresste Menschen sollten eher regelmäßig warme Mahlzeiten einnehemen. Auch hier gibt´s genaue Diätpläne beim Ayurvedaarzt.
5) Für die Schönheit der Haut sorgen Ölmassagen mit verschiedenen ayurvedischen Kräuterölen, vor allem fürs Gesicht gibt es erfrischende und kühlende Rose mit Sesam- und Kokosöl; die Rose ist einfach das Schöheitsmittel per exellance, nichts macht müde Augen wieder kühl und klarer außer der Rose!
Bevor man eine Faltenunterspritzung macht kann man ein Rosenöl mit Sida cordifolia probieren, es ist in mancher Apotheke erhältlich.
6)Es ist klar, dass Kräuter und Nahrungsmittel, die liebesfördernd wirken, auch auf die Schönheit Einfluss haben, und als Nebenwirkung noch gesund sind, schon immer hoch geschätzt wurden. Ein solches ist der Ginseng, altbekannt aus der chinesischen Medizin wo er geradezu Kultstatus geniesst. Nach neuesten Studien hat er sich auch bei Blasenentzündungen als immunstärkend erwiesen.
7)Gerade was die Liebe betrifft sollten die Männer darauf achten sich vernünftig zuernähren, da bietet die indische Medizin einige vernünftige Zusatzernährungen die außerdem eine Antistresswirkung haben.
8) noch ein Hinweis zum Sport; natürlich ist ausgewogene Bewegung vor allem an der frischen Luft und mit ausreichendem Schwitzen eine prima Entschlackung und somit gut für die Schönheit, wenn aber das ganze zum Zwang ausartet und keine Freude mehr macht sollten Sie?s lieber gleich bleiben lassen, denn Schönheit muß meiner Meinung nach nicht leiden.
9) zuletzt noch das Thema der Spiritualität. Heute ist es ganz modern irgendetwas exotisches zu suchen und zu praktizieren, das ist zwar immer noch besser als vor "Taxi-Orange", "Millionenshow" oder "star mania" in die Knie zu gehen aber hält oft nicht das was es verspricht. Hier kommt man mit dem Hausverstand oft leichter ans Ziel. Durch unkomplizierte, erfrischend ehrliche Worte und Taten ist manch privates oder berufliches Vorhaben leichter zu erreichen als mit gefinkelten oder esoterischen Winkelzügen. Denken Sie daran, dass sich das in Ihrem Aussehen sehr wohl wiederspiegelt.
"Liebe ist die beste Medizin" ein Satz der schon Paracelsus inspiriert hat. Dem kann ich mich nur anschliessen.
Harnsäure
Frage: Vor kurzem wurden bei mir erhöhte Harnsäurewerte festgestellt, ich habe jedoch keine Gelenksbeschwerden und fühle mich auch sonst nicht krank, muß ich schon jetzt eine Therapie beginnen ?
Antwort: Früher oder später führen erhöhte Harnsäurewerte zur Gicht, einer anfallsartigen sehr schmerzhaften Gelenkserkrankung, die unbehandelt zu schweren Arthrosen führen kann, daher sollten Sie vorbeugend etwas unternehmen.
Hohe Harnsäurewerte können die Folge von erhöhtem Fleisch- und Zuckerkonsum sein, übermäßiger Alkoholgenuß kann ebenfalls dazu beitragen. Die vorbeugenden Maßnahmen bestehen in erster Linie im Vermeiden bzw. in einer Reduktion obig genannter Risikofaktoren. Da die Harnsäure über die Niere ausgeschieden wird ist auf ausreichendes Trinken (kein Alkohol) zu achten.
Wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen sind harnsäuresenkende Medikamente einzunehmen, Trotzdem empfiehlt sich paralell dazu eine Fortsetzung der Präventivtherapie.
Es gibt gute Nierentees (Goldrute , Brennessel, Käsepappel u.a.) homöopathische Kräutertropfen und seit kurzem auch auf Rezept medizinisch analysierte und zertifizierte Kräuterpräparate aus dem Ayurveda Arzneischatz.
Johanniskraut
Frage: Ich wurde 3x wegen eines kalten Knotens operiert,
1x wegen Mastopathie in der Brust operiert. Ich muß jetzt Thyrex nehmen, Xanor und Orthogynest Zäpfchen.
Ich habe immer ein Johanniskrautpräparat genommen und es hat mir gut getan, aber der Hausarzt sagt, dies würde die Wirkung der Medikamente neutralisieren. Ich würde es gerne weiternehmen statt anderer Nervenpulver. Ist das möglich ?
Antwort: Die Behandlung der Schilddrüse richtet sich nach den Hormonwerten, ebenso wie die Hormonbehandlung nach dem Hormonstatus. Die Behandlung des Blutdrucks hängt von den Blutdruckwerten ab.
Es gibt einige Möglichkeiten, durch pflanzliche Präparate sowohl die Schilddrüse als auch den Blutdruck komplementär unterstützend zu behandeln, das setzt allerdings eine große Kooperationsbereitschaft seitens des Patienten voraus. Meiner Meinung nach dürfte das Johanniskraut nicht so starken Effekt auf die Wirkung der anderen Medikamente haben, das ist aber etwas , was Sie selbst ein bisschen spüren sollten und wenn sich bei der Einnahme auch die Parameter v.a. der Blutdruck nicht verändern gibt es kaum einen Einwand gegen dieses Mittel.
Hypertonie
Frage: Ich bin 80 Jahre alt, habe keinerlei Operationen und bin meinem Alter entsprechend gesund. Ich nehme tägl. Eine Tablette Norvasc für den Blutdruck.
Seit einiger Zeit bekomme ich im Gesicht Pickel wie eine Pubertierende auf der Kopfhaut ein fürchterliches Jucken.
Ich glaube, diese Symptome kommen von Norvasc aber die Ärztin und die Apothekerin sagen nein. Was kann ich dagegen tun ?
Antwort: Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin und bitten Sie um eine andere Blutdruckbehandlung, es gibt jede Menge Medikamente und oft kann sogar ein Zusatzstoff eines einzelnen Präparates allergische Reaktionen auslösen.
Es gibt auch einige Mittelchen aus der Naturapotheke, die sich günstig auf den Blutdruck auswirken z.B. der Weißdorn, der Hopfen und die Schlangenwurzel.
Vielen Patienten mit Betablockern und konsekutiven Potenzproblemen konnte damit geholfen werden.
Leider sind einige dieser Produkte auf dem Behördenweg verschwunden und es ist somit nicht einfach hier professionell zu helfen.
Bei jedem Hypertoniker gehört mittels Kräuter und Tees die Niere unterstützt. Bitte auch auf eine salzlose Diät achten.
In Ihrem Fall könnte auch die Haut davon profitieren.
Ernährung und Diabetes
Frage: Ich bin 74 Jahre alt und Diabetikerin. Ich leide an Nervenlähmung in den Beinen. Mein Arzt hat Liponsäuretabletten verschrieben. Trotz langer Einnahme ist die Lähmung fortgeschritten. Was kann ich tun, damit die Lähmung wenigstens zum Stillstand kommt ?
Antwort: Jeder Diabetiker muss auf das Essen schauen; nicht nur Kalorietabellen, sondern die Auswahl der Nahrungsmittel nach qualitativen Kriterien beachten.
Manche Kohlehydrate aus dem Hochland wie z.B. der Roggen, die Hirse oder Buchweizen wirken eher erwärmend im Organismus und sind kühlenden, süsseren Getreidesorten wie z. Weizen, Reis und Dinkel vorzuziehen; das gleiche Prinzip ist bei der Temperatur der Getränke zu beachten heisse Getränke, ev. sogar mit Ingwer, etwas schwarzem Pfeffer, Zitrone und Honig wirken erhitzend und erhöhen den Stoffwechsel, somit wird vermehrt Zucker verbrannt und ggf. die Werte verbessert. Manche Nahrungsmittel haben günstige Wirkung auf den Zuckerstoffwechsel wie z.B. die Bittergurke oder Karela ( Momordica charantea ), die man ganz einfach in Indien - und Asienshops erstehen kann. Seit kurzem gibt es diese Pflanze auch als Tee selbst in Apotheken zu kaufen.
Für die Nerven gibt es Vit B Präparate, Kräuter wie Johanniskraut und ayurvedische Öle, die mit nervenschützenden Pflanzen gekocht werden, über die Haut in den Körper einziehen und dort die Nerven unterstützen.
Die genaue Strategie ist aber immer eine Frage der individuellen Anpassung und ist nur in einem ausführlichen Arztgespräch zu erarbeiten.
Juckreiz bei Hämorrhoiden
Frage: Ich leide seit Jahren an Juckreiz am After und schmerzhaften Hämorrhoiden, verwende eine Salbe was muß ich zusätzlich beachten ?
Antwort: Meist trägt eine vorwiegend sitzende Tätigkeit im Büro zu den "Kofaktoren" Verstopfung und Bewegungsmangel zur Chronifizierung bei. Abzuklären sind u.a. immer Leberleiden, Gefäßerkrankungen sowie Gerinnungsstörungen.
Gegenmaßnahmen könnten sein: Mehr Bewegung, regelmäßige Gymnastikpausen in der Arbeit ( es reichen bereits einige Minuten in 1-2 Stunden ), Vermeiden von schwerem Stuhlgang
( Ballaststoffe, Bewegung, ausreichend Trinken ect.).
Es gibt z.B. auch einen pflanzlichen Wirkstoff aus der Roßkastanie der sich bei Gefäßschwäche aber auch bei venösen Leiden sehr bewährt hat.
Spezielle Zäpfchen aus biologisch verträglichen Pilzstämmen können sehr erfolgreich sein.
Günstig sind Sitzbäder mit Eichenrindentee und Kamille v.a. bei Schmerzen.
Man sagt, dass Hämorrhoiden u.a. auch mit unterdrücktem Ärger zusammenhängen sollen, falls dem so ist, haben sich die Lebermittel doppelt bewährt.
Wenn sich kein Erfolg einstellt ist gegebenenfalls eine chirurgische Verödung oder Operation angezeigt.
Kolloidales Silber
Frage: Ich habe von Bekannten gehört, dass Silber in kolloidaler form eingesetzt bei Infekten und bei Rheuma eingesetzt wird. Was sagen sie aus ärztlicher Sicht dazu ?
Antwort: Schon zur Römerzeit haben die Soldaten einen Silberbecher für das Wasser bzw. Für ihr täglich gemahlenes Frischmüsli verwendet und sind dadurch auch in Kritischen Situationen nicht so leicht krank geworden. Moderne Studien haben gezeigt, dass diese Wirkung tatsächlich existiert, die Enzyme von Bakterien werden so beeinflusst, dass die Zellen quasi ersticken. Das gleiche gilt für Pilze und teilweise auch für Viren..
Auch heute zu Zeiten erhöhter Antibiotikaresistenzen bewährt sich Silberkolloid bei verschiedensten Krankheiten: Herpes labialis, Hautpilz, Augenentzündungen, Gastritis, chronischer Bronchitis. Zahnfleischentzündungen und ähnliches. Bei Rheuma wird es auch einen günstigen Infekt haben v.a. wenn es sich dabei ums rheumatische Fieber mit Streptokokken als Verursacher handelt.
Kreuzweh
Frage: Beim Bücken habe ich mir einmal vor langem das Kreuz verrissen, seitdem ist das mein Problem, sobald es kälter wird und ich mich schlecht bewege.
Antwort: Von ärztlicher Seite ist ein Schaden der Wirbelsäule mit Bandscheibenvorwölbung oder ?vorfall ( Nervenschaden) abzuklären. Neurologe, Röntgen, CT...
Wenn dabei nichts herauskommt kann man von naturheilkundlicher Seite einmal das Schröpfen ausprobieren; hierbei wird ein Glas mittels Vakuum auf die Haut gesetzt und eine Art Knutschfleck gemacht, es bildet sich ein blauer Fleck, der voller Schlackenstoffen und Gelosen ist, dieser wird dann vom Körper abgebaut, dabei werden sich auch die Schmerzen verbessern.
Bei ganz schlimmen Gelosen kann man die Haut auch etwas anpicksen und diese Schlacken sogar heraussaugen; dies wird blutiges Schröpfen genannt und darf nur von Medizinern durchgeführt werden; der Effekt ist aber oft extrem günstig und langanhaltend.
Sofern nicht akute ernste Indikationen die Operation erzwingen sollte man vor jeder Operation an den Bandscheiben u.a. den Versuch des Schröpfens machen.
Für den Bewegungsapparat ist auch eine gute Bindegewebsentschlackung sinnvoll, v.a. die Nierentoxine und Säuren sollten ausgeschieden werden, für alle Gewebe ist eine ayurvedische Ölbehandlung wünschenswert, da gibt es entschlackende, schmerzstillende und regenerierende Effekte in einem Paket, soferne die Öl von guter Qualität sind, d.h. wirklich aus Kräutern gekocht.
Kshirabala
Frage: Wie heisst das von Ihnen erwähnte Kosmetik- Mittel gegen Gesichtsfalten, und wo ist es zu bekommen ?
Antwort: Kshirabala, mit Rose und v.a. Sida cordifolia (Bala) und Ghee (geklärte Butter) 101 x aufgekocht. Dieses Mittel riecht sehr stark nach Kuh(stall) und empfiehlt sich als Kur wenn der Mann einmal für einige Zeit verreisen sollte.
Zu bekommen ist diese Mischung in seriösen Ayurveda shops.
Menstruationsschmerzen
Frage: Jeden Monat kurz vor der Monatsblutung leide ich unter Stimmungsschwankungen und Kreuz-schmerzen. Für mich am unangenehmsten sind aber die Krämpfe und der manchmal auftretende Ausfluss, sogar die Haut wird schlimmer, was kann ich dagegen tun ?
Antwort: Das von Ihnen geschilderte Beschwerdebild entspricht dem sogenannten prämenstruellen Syndrom und kann natürlich viele Ursachen haben (u.a. hormonelle Störungen und chronische, latente Infekte) die vorab alle abzuklären sind. Als eine Möglichkeit zur Linderung empfiehlt sich zum Beispiel ein Teegemisch aus Kamille, Frauenmantel, Schafgarbe und Melisse; Sie können auch den Speiseplan in dieser Zeit mit Küchengewürzen wie etwa Majoran, Thymian, Petersil und Safran (die beiden letzteren im Maß) anreichern.
Falls eine hormonbedingte Störung vorliegt ist oft nur eine Hormontherapie zielführend, davor könnte man es noch mit Johanniskraut und Phytohormonen versuchen; Bei akuten und starken Krämpfen kann man medikamentös (Magnesium u. ä.) oder mittels Magnetfeldtherapie schnell und effektiv helfen.
Vergessen Sie auch nicht den psychosomatischen Aspekt; Ihre Beschwerden könnten auf Probleme in der Beziehung oder auf ihr persönliches "Rollenbild" als Frau hinweisen, hier können Ihnen gegebenenfalls mentale Techniken wie autogenes Training oder Psychotherapie Hilfe bieten.
Migräne
Frage: Können Sie mir etwas über die Ursachen und die Behandlung von Migräne erzählen.
Antwort: Die Ursachen von Migräne sind vielfältig:
Fast jedes erkrankte Organ kann sich über eine Migräne äußern, v.a. Darm, Leber, Nieren, u.a. Blase, wenn deren Funktion (Entgiftung und Stoffwechsel) gestört ist.
Da ist ein genaues ärztliches Gespräch mit genaue Anamnese und ev. Untersuchungen (Labor, Ultraschall, etc.) notwendig.
Die Behandlung dieser Ursachen kann zu einer Besserung der Symptomatik führen und ermöglicht ev. eine Reduktion von Migränemittel.
Ebenfall zu Migräne kann ein gestörtes Hormongleichgewicht, Verspannungen im Halswirbelbereich und Psychostress führen.
Für die Hormonfunktion ggf. Hormonstaus machen und mit einer Teebehandlung, Kräutertropfen, Homöopathika eventuelle Mängel ausgleichen.
Manchmal kann eine Hormonbehandlung sinnvoll sein, ebenso gibt es zahlreiche neue Präparate mit Phytohormonen, also pflanzlichen Hormonsubstanzen.
Bei Störungen der Durchblutung der Halswirbelsäule helfen Massagen, physikalische Therapien und auch Schröpfkopfbehandlung.
Mit Elektroakupunktur kann ein Migräneanfall gestoppt werden, diese Behandlung ist eher nur bei Erwachsenen machbar.
Die psychische Komponente ist oft wegweisend für die Bestimmung an die psychische, geistige Konstitution, im Ayurveda Manasadosha genannt.
Sattvische, d.h. reine, makelose, lebendige Lebensweise und Ernährung unterstützen die Behandlung von Migräne; zuviel Kaffe, Nikotin, Alkohol sind schädlich.
Der Kaffee kann, wenn sonst nicht konsumiert bei Migräne als Therapeutikum eingesetzt werden (Tonisierung der Gehirndurchblutung), am besten mit Zitrone und etwas Ingwer.
Osteoporose
Frage: Ich geb. 1922 habe im Rücken v.a. Lendengegend bei Bewegung starke Schmerzen insbesondere das Heben der Beine fällt mir schwer. Der Arzt hat Osteoporose anhand der Knochendichtemessung festgestellt. Ich bekomme 1x wöchentlich Fosamax und Vit D 3 mit Calcium. Mein Blutdruck ist durch ein Medikament behandelt. Die Werte sind allerdings zu niedrig. 1o5 / 50. Die Befunde ergaben beim Röntgen eine hochgradigeIntervertebralgelenksarthrose L5/S 1 rechts mit Einengung des Neuroforamen incl. verdickter Nervenwurzeln bei L5.?
Ich bekam und bekomme Infiltrationen aber die Schmerzen sind nur kurzfristig besser geworden. Meine Zusatz-Ernährung: Basismüsli, Braunhirsepulver, Trockenhefe, Alfalfa Pulver, Grünlippmuschelextrakt.
Was sollte ich noch beachten bzw. ändern ?
Antwort: Für die Schmerzen gibt es Injektionen mit pflanzlichen Homöopathika die mit Procain vermischt auch neuraltherapeutisch eingesetzt werden zur besseren Durchblutung und Regeneration der Gelenke. Diese Behandlung ist langwierig und nicht immer bis zur Schmerzfreiheit möglich, trotzdem kann man damit etwas an Analgetika und korrespondierenden Magenbeschwerden reduzieren. Manche pflanzliche Mittel zur Schmerzbehandlung z.B. Weidenrindenextrakt ( Mutter von Aspirin ) sind auch nicht gerade magenfreundlich, aber für Niere und Leber leichter eliminierbar.
Das hat zusätzlich einen günstigen Effekt auf die Osteoporose, denn diese ist (nach Ayurveda) ab 70 Jahren eine vollkommen natürliche Angelegenheit, die allerdings u.a. auch mit den Nieren und dem Säurebasenhaushalt zusammenhängt und der damit die Geschwindigkeit des Knochenschwundes beeinflusst.
Zuviel Calcium wirkt sich da oft gegenteilig aus v.a. wenn zuviel Milch (enthält auch den Calcium-Gegenspieler Phosphor) eingenommen wird. Besser ist basenüberschüssige Gemüsediät, v.a. nach Vata Kriterien, und die muss gar nicht fad schmecken, denn man kann mit indischen Ayurveda Gewürzen gezielt konstitutionsgerecht kochen.
Die Arthrose, also Abnützung ihrer Wirbelkörper sollte allerdings nicht weiter zuviel Kalk anlagern sonst geht ev. das Foramen (Wirbelloch im Wirbelkörper) für den Nerv zu und Sie werden noch schlechter gehen.
Da in Aysurveda die Arthrose als Vata Störung betrachtet wird, sollten Sie beachten, dass zuviel trockene, kühle, bittere Nahrung oder Gewürze Ihr Vata erhöhen werden und somit Arthrosebeschwerden verstärkt sind. Sie brauchen warme, nährende, befeuchtende, süss salzig saure Nahrungsmittel und viel warme Flüssigkeit. Zumindest ihre Zusatznahrung sollten sie damit einnehmen.
Der Blutdruck ist zu niedrig und man kann die Mittel ggf. reduzieren.
Für die Nerven Vit B Komplex, Alphaliponsäre, Bacopa moniera (Nabelkraut) auf Rezept beim Arzt und Ayurvedaöle für den tgl. externen Gebrauch.
Schmerzen bei Polyarthritis
Frage: Ich habe furchtbare Schmerzen und möchte meine jahrelangen Beschwerden loswerden.
Meine Lymphozytenwerte sind verändert und sprechen für einen chronischen Reizzustand und Erschöpfung der Zellen.
Antwort: Wenn Sie an einer entzündlichen Gelenkserkrankung leiden wie z.B. PCP, der chronischen Polyarthritis, sind immer auch immunologische Reaktionen zu finden. Eine Möglichkeit der Schmerzbekämpfung besteht in der Hemmung der Entzündung z.B. mit Kortison. Allerdings wird dabei auch die gesamte Immunität gemindert und somit ist es nicht lange zu geben.
Wie immer bei Gelenkserkrankungen, sollten die Nieren unterstützt werden, bei einer Entzündung, die auf Übersäuerung hinweist mit Basenpulver und Nierentees.
Es gibt Hinweise, dass eine Verbesserung des Stoffwechsels der Gelenke zu einer Schmerzlinderung beiträgt. Deshalb wirken viele erwärmende oder kühlende Salben. Genauso führt eine Entschlackung des gesamten Organismus, vor allem des Bindegewebes zu einer Stärkung und Erhöhung der Abwehrkräfte.
Als Umstimmungstherapie empfehle ich eine Eigenblutbehandlung, eine Symbioselenkung des Darmes, eine Behandlung der Lymphe mittels Kräutertropfen und eine pflanzliche Immunstärkung z.B. mit Echinacea Tropfen.
Zu erwähnen sind noch die Ayurveda Ölbehandlungen und die regelmäßige Heimtherapie mit Magnetfeld.
Schmerzen
Frage: Ich bin 62 Jahre alt und leide seit meiner Jugend an Schmerzen in den Gelenken. Angefangen haben die Schmerzen in den Schultern später in den Hüften und Knien. Seit einigen Monaten habe ich die Schmerzen in der rechten Hüfte ununterbrochen, am meisten nachts im Bett.
Nun hat mir der Hausarzt erklärt, dass ich gegen meine Schmerzen nur täglich Medikamente nehmen kann und es keine Alternative gibt. Ich nehme jetzt tägl. eine Tablette, welche aber kaum Linderung bringt. Mein Arzt hat auch gesagt, wenn das derzeitige Medikament nicht wirkt, muss ich solange andere schmerzstillende Mittel durchprobieren, bis sich ein Erfolg einstellt.
Gibt es jetzt eine (auch nichtmedikamentöse) Hilfe, die in meinem Fall zielführend sein kann?
Antwort: Gibt es, z.B. die Akupunktur, die Behandlung mit physikalischen Reizen (Fango, Schlammpackungen, Heublumenwickel, Ultraschall, Iontophorese...), diese sind z.T. auch auf Kasse in Physikalischen Instituten zu bekommen.
Man sollte bedenken, dass Schmerzen nicht einfach da sind um uns zu quälen, sondern ein Alarmzeichen sind für irgendeine Störung im Organismus. So können z.B. schlechte Zähne, Tonsillen u.a. ein Herd sein, der sich auch durch Schmerzen in entsprechenden Organsystemen und Gelenken bemerkbar macht.
Oft ist auch der gesamte Stoffwechsel übersäuert und die Nieren können die gelenksschädigenden Substanzen nicht ausreichend ausscheiden. Dies wird natürlich durch Medikamente, die auch über die Nieren eliminiert werden müssen verstärkt. Die Behandlung ist in diesem Fall schwierig, langwierig und erfordert die Geduld und Mitarbeit des Patienten. Es geht um sinnvolle, basenüberschüssige Diät, regelmäßige Einnahme von pflanzlichen Schmerzmitteln, die den Stoffwechsel der Nieren nicht beeinträchtigen.
Ein Beispiel sind Tropfen aus der Weidenrinde, die hier gut eingesetzt werden können. Diese Substanz ist auch der biologische Rohstoff für die Salizylsäure, die auch pharmakologisch seit langem bei Entzündungen eingesetzt wird.
Weitere Möglichkeiten der Schmerzbehandlung sind: Ayurvedische Behandlungen mit warmen Kräuterölen, die Behandlung mittels Magnetfeldern, und diverse Techniken wie z.B. Massagen und die Osteopathie- Behandlung.
Schnupfen bei Kindern
Frage: Unsere Enkel haben immer wieder Schnupfen und geschwollene Mandeln, wir wollen aber nicht gleich ein Antibiotikum einsetzen. Können wir was bei der Ernährung tun ? Wie können wir die Abwehrkraft steigern ?
Antwort : Wenn das Kind nicht fiebert und auch sonst nicht sehr geschwächt ist können sie den Schnupfen ausheilen lassen, also einfach oft Schnäuzen.
In Ernstfällen (anhaltendes Fieber, Bildung von Eiter, Übergreifen auf das Mittelohr, u. ä.) ist ein Antibiotikum und sekretlösende Medikamente erforderlich.
Allerdings ist der Schnupfen auch eine Möglichkeit für den Organismus überschüssige Stoffwechselschlacken zu entsorgen und hilft so den überlasteten Ausscheidungsorganen (Niere, Darm); also die Sekretion, wenn möglich nicht übermäßig durch abschwellende Nasentropfen unterdrücken, die Kinder vielmehr zum Naseputzen animieren.
Geschwollene Mandeln sind ev. ein Zeichen für geschwächte
(nicht kranke!) Nieren. Hier ist die Behandlung der Nieren mit Kräutertropfen, warmen Tees (Zinnkraut, Salbei, Lindenblüte und Ingwer) und homöopathischen Ausleitmitteln (z.B. Solidago ) angebracht. Als Hausmittel hat sich u. a. Knoblauch bewährt.
In der Akupunktur geht man davon aus, daß Narben ein Störfeld für den Energiefluss darstellen, daher nicht gleich operieren.
Falls vorangegangene Antibiotika den Darm belastet haben sollte man die Darmflora sanieren. Das gehr gut mit sog. Probiotika, das sind Keime, die den Darm wieder mit "guten" Bakterien versorgen. Bei der Ernährung lassen Sie die Milchprodukte für längere Zeit weg, verzichten auf Süssigkeiten und Mehlspeisen und geben Sie Thymian, Ingwer, Honig, eine Prise schwarzen Pfeffer (nur für ältere Kinder) und etwas Zitrone als Tee.
Die Abwehrkräfte können Sie durch gesunde Ernährung, viel Bewegung an der frischen Luft an der Natur (will jedes gesunde Kind) und natürlich auch mit Pflanzenextrakten wie z.B. Echinacea erhöhen.
Sodbrennen und Übersäuerung
Patientenfrage: Was kann ich gegen mein Sodbrennen und meine Übersäuerung tun?
Antwort:
Durch mangelnde Bewegung und falsche Kost aber auch durch negative Emotionen kommt es zur Verschiebung ihres Säure - Basengleichgewichts im Körper. Vor allem zu viel Zucker oder Weissmehl sind daher nicht günstig.
Wenn Sie an Allergie oder Verdaungsstörungen leiden, kann eine einfache basenüberschüssige Diät, selbst wenn nur für einige Tage durchgeführt den Durchbruch bedeuten. Die allergischen Symptome , wie Schnupfen, Niesattacken, Gaumenjucken, Husten, Heufieber u.v. mehr sind dann um einiges leichter, wenn nicht gar verschwunden.
Wie viele Leute leiden unter Blähungen, und trauen sich fast gar nicht darüber mit dem Arzt zu sprechen. Dabei kann hier leicht geholfen werden, wieder geht es um eine Änderung des inneren Milieus des Darmes mittels einfacher basenüberschüssiger Therapie. Oder denken sie an die Verstopfung ,eine Volkskrankheit, vor allem bei den "Bewegungsmuffeln"......., die Verstopfung wird eigentlich in ihrer schädigenden Wirkung unterschätzt, denn die Giftstoffe, die länger im Darm verweilen, können im "System" Körper einiges an schlimmen Schaden anrichten.
F.X. Mayr, ein berühmter Arzt hat schon einmal gesagt: "der Tod sitzt im Darm".
Daher ist es eine wichtige, aber auch einfache Aufgabe des einzelnen, auf einen gesunden Darm zu achten.
Das kann, neben vielen andern Methoden wie Fasten, Diät, Symbioselenkung und eben der F.X. Mayr-kur auch durch Behandlung mit Basenmischungen geschehen.
Viele meiner Patienten berichten sogar spontan von besserer Verdauung aber auch von deutlicher Stimmungsverbesserung nach einer Therapie mit Basenmischung.
TCM traditionelle chinesische Medizin
Frage: Was ist genau die TCM ?
Antwort: TCM, ist eine Abkürzung für traditionelle chinesische Medizin.
Die traditionelle chinesische Medizin ist ein Jahrtausende altes
Medizinsystem, das auf 5 Elementen aufbaut: Erde, Wasser, Feuer, Wind und Holz.
Entstanden dürfte die Chinesische Medizin geschichtlich und geologisch aus dem großen System von Ayurveda, aus Indien und anderen, auch tibetischen Elementen.
Damals gab es noch engagierte Kaiser die in China viel für Kräuterheilkunde und Akupunktur getan haben, man sagt dass auch die Ärzte nur bei Gesundheit der Patienten bezahlt wurden.
Die chinesische Medizin sieht Krankheiten als Ungleichgewicht von Yin (kühl, wässrig) und Yang (warm, feurig) biologische Kräfte, die den Haushalt an Energie im Körper regulieren.
Die Lehre von den Meridianen und Akupunkturpunkten erklärt den Energiefluss und Verlust an Lebenskraft Chi bei entsprechend lokalisierten Störungen an Organen, die mit den Meridianen korrespondieren. Dort setzt auch die Therapie mit Akupunkturnadeln an, Chi wird bewegt und beginnt zu fließen,
man kann auch z. B.durch Wahl der Nadeln (Silber, Gold) sedieren, kühlen oder anregen und wärmen. Dabei werden auch Neurotransmitter und Endorphine (lokal und zentral) gebildet.
Bei der Moxa Behandlung wird mit Feuer erwärmende Energie an die Akupunkturpunkte gebracht. Die chinesische Kräutermedizin ergänzt das vielseitige Diagnose- und Therapiekonzept der TCM.
Viele Elemente der chinesischen Medizin werden heute in der
naturheilkundlichen Diagnostik verwendet, die Meridiandiagnostik mit Hautwiderstandsmessung (Elektroakupunktur nach Dr. Voll)
kann gut zum Testen, z. B. als Bestätigung zur Kinesiologie Testung eingesetzt werden.
Trigeminusneuralgie
Frage: Ich bin 62 Jahre alt, weiblich und habe seit 3 Jahren Trigeminusneuralgie mit argen Schmerzen, Problemen beim Essen, Sprechen.
Alles hat mit einer Behandlung (Entfernung) des Weisheitszahnes begonnen. Kann man hier etwas tun ?
Antwort: Es könnte ein Zusammenhang bestehen und dort würde ich auch therapeutisch ansetzen, d.h. der "Herd" gehört saniert; das bedeutet aber nicht nur Antibiose, sondern vielmehr eine lokale Milieusanierung durch Entgiftung und Drainage dieser Toxine über das venöse und lymphatische System.
Meist wurde ein Teil des infektiösen und / oder nekrotischen Materials bakteriostatisch "eingeheilt" und sondert nun, langsam aber stetig, quasi "Leichengifte" ins umgebende Gewebe ab und das buchstäblich auf den Nerv gehen. Das könnte ein Erklärungsmodell sein für Ihre Beschwerden.
Daher auf jeden Fall Zahn Kontroll - Röntgen machen lassen, auch wenn man nicht immer alle biologischen Prozesse am Bild erkennen kann.
Der therapeutische Ansatz wäre die Gabe von Penicillinum Notatum Chrysogenium um den bakteriellen "Reinigungsprozess" zu Ende zu bringen; dabei aber unbedingt ein Drainge der forciert anfallenden Gifte betreiben (Lymphmittel, Lymphsalben lokal, Nierentropfen und Tees, immunstärkende Kräuterpräparate für verbesserte Phagozytoseleistung).
Auch eine chirurgische Inspektion und ggf. Sanierung ist in Erwägung zu ziehen.
Übelkeit
Frage: Ich leide seit längerem unter Appetitlosigkeit und flauem Gefühl im Magen; manchmal habe ich auch Magenkrämpfe und Durchfall. Auch meine Leistungsfähigkeit hat abgenommen und ich fühle mich lustlos und ausgelaugt.
Antwort: Wenn die Untersuchung bezüglich Magengeschwür und entzündlichen Darmerkrankungen ect. keinen klinischen Befund ergeben hat könnte man es mit einem Tausendguldenkrauttee versuchen um den Magen und Darm zu tonisieren, auch Leber und Galle werden dabei stark angeregt ? dies führt dann oft auch zu eine deutlichen Stimmungsverbesserung.
Der Tee ist wirklich sehr bitter und wirkt ähnlich dem Wermuttee gegen Wurmbefall des Darmes. Beide erwähnten Tees sollten nur kurzfristig und nach ärztlicher Verschreibung verwendet werden. Die ayurvedische Diät für Kapha Typen ist sehr günstig bei Übelkeit, für Sodbrennen und Durchfall gibt es Kräuterkapseln.
Zur allgemeinen Kräftigung, u.a. nach starkem Flüssigkeitsverlust ist die aus der Tropenmedizin bekannte Chinarinde zu empfehlen; diese gibt es auch in Form des sogenannten Eisenweins. Die aus der Homöopathie bekannte "Brechnuß" zählt zu den wichtigen Magenmitteln, hilft auch bei der Leberentgiftung, ist ein hervorragendes Mittel für gestreßte Managertypen und kann (nur in homöopathischer Verdünnung) ebenfalls versucht werden.
Natürlich ist bei Fortbestehen der Beschwerden intensive klinische Abklärung notwendig.
Übergewicht
Frage: Ich bin 56 Jahre alt 172 cm gross und wiege 97 Kilo, möchte daher abnehmen. Ich habe schon einige Fastenkuren hinter mir die mir nur kurzzeitig ein Gewicht von ca. 80 Kilo gebracht haben. Jetzt möchte ich wissen ob es natürliche Methoden gibt die beim Abnehmen helfen können ?
Antwort: Da Übergewicht auch ein Symptom von Erkrankungen des Stoffwechsels sein können zunächst einmal klinische Untersuchung: Labor, Schilddrüse, Hormonstatus etc.
Wenn keine Krankheit dahintersteckt können Sie ein Entschlackungsprogramm machen, bestehend aus Darmreinigung durch milde Kräutermischungen die nicht zu starke abführende Wirkung haben, danach ein Aufbau der Darmflora mittels Probiotika, da Abnehmen auch Therapie und Ausscheidung von im Fett gespeicherten Toxine bedeutet muss man gegebenenfalls auch Präperate wie Antioxidantien Vitamine Flavonide und Mittel wie z. B Alphliponsäre geben, die bei der Entgiftung helfen. Die richtige Diät zum Abnehemen ist die Kapha diät.
Ein wunderbares Entschlackungmittel ist Triphala, ein Gemisch aus drei Früchten, das eine leicht abführende, aber auch vitalisierende, blutreiningende Wirkung hat und seit Jahrtausenden in Indien in der Ayurvedamedizin eingesetzt wird.
Es gibt Kräutertropfen für die Aktivierung der Nierenausscheidung und auch mild entwässernde Tees, die das bei Adipositas erhöhte Wasserelement und das vorherschende Dosha Kapha reduzieren.
Es ist gut, einen Tag in der Woche zu fasten, das hält der an sich sonst gesunde Übergewichtige auch aus; dadurch wird auch das aktivierende und metabolisierende Feuerelement angeregt.
Falls man sich trotzdem nicht fit fühlt kann man am Vormittag mit Honig gesüßten Ingwertee mit einer kräftigen Prise schwarzen Pfeffers in kleinen Dosen a la chai zu sich nehmen.
Zumittag dann Bitterstoffe z.B. Löwenzahnsaft, Artischocken um den Appetit zu bedienen.
Bei Schwäche nach Süssem: 1 Tl alter Honig.
Wenn man diesen Tag durch hält kann man langfristig sicherer und gesünder abnehmen.
Im übrigen gibt es tausende Tipps Schulen und eine Unmenge an Literatur, die sich mit dem Übergewicht, Abnehmen und Diäten beschäftigen. Hier gilt: Viele, aber nicht alle Wege führen nach Rom.
Ulcus cruris
Frage: Seit langem habe ich 56, weiblich ein offenes Bein, d.h. ein Geschwür, das nicht zuheilen will. Ich bin sonst nicht krank, auch kein Zucker, nur die Venen sind schon seit einiger Zeit schlechter. Beim Hautarzt gab nur Salben aus Zinkleim aber leider hat mir das nicht weitergeholfen. Er hat gesagt, das ist zu operieren und hat damit eine Stripping operation gemeint, aber ich möchte warten bis das zuheilt. Was kann ich tun ?
Antwort: Ursachen für schlechte Wundheilung sind zahlreich und können z.B. in einem Mangel an Vitaminen (z.B. C, A und E) oder Mineralien wie etwa Zink liegen, Störungen an der Blutzusammensetzung oder Leberschäden und zuletzt auch Schäden an Venen spielen hier eine Rolle.
Alle diese vorher erwähnten Faktoren und noch mehr müssten bei Ihnen einmal klinisch abgeklärt werden, wobei man sogar auf Krebsgeschehen achten sollte; oft sind Gerinnungsstörungen die ersten Symptome eines Tumors.
In der Naturheilkunde werden zunächst einmal die Venen gestärkt, das geschieht mittels Kräuter, die die Venen stärken wie z.B: Rosskastanie, Weinlaub.
Die Blutzirkulation und den Gefäßtonus kann man mit Weißdorn, Knoblauch, Gingko, Cactus und Ginseng verbessern, entsprechende Tropfen sind auf Rezept erhältlich.
In der Isopathie werden für Venen und Thrombose, ja auch bei Hämorrhoiden bestimmte Pilze eingesetzt einer davon ist der Mucor racemosus, der uns zeitlebens in unserem Körper begleitet und immer dann in Erscheinung tritt wenn der Stoffwechsel zu sehr belastet ist.
Stichwort Stoffwechsel, laut Ayurveda ist ein Beingeschwür eine Stoffwechselstörung und zusätzlich zu bereits erhältlichen Kräuterpräparaten durch eine rigorose Diät positiv zu beeinflussen.
Erwähnen möchte ich noch Mittel auf der Basis von Papaya und Ananas, deren Proteolytische, d.h. eiweißspaltende Eigenschaften sich sehr günstig auf Thrombosen, Venenschäden aber auch im Sinne oben erwähnter Diät auf den Organismus haben.
Thrombozytopenie
Frage: Bei mir, 64 Jahre, männlich ergeben die Gesundenuntersuchungen ein sehr gutes Blutbild. Nur die Anzahl der Thrombozyten sinkt ständig, zuletzt auf 83 x 109 / l. Warum sinkt diese Zahl, wie tief kann sie fallen und was sind mögliche Folgen ? Soll bzw. kann jetzt etwas dagegen tun ? Ich habe keinerlei Beschwerden.
Antwort: Wenn die Werte unter 150 sinken spricht man von Thrombozytopenie. Die Ursachen sind neben erblichen Faktoren eine Schädigung des Knochenmarks durch infektiös toxische oder medikamentös toxische Einflüsse. Da bei Ihrem beiliegenden Status keine Milzschwellung vorliegt und Sie über keine Beschwerden klagen ist bei Ihnen eine gründliche Anamnese erforderlich, vor allem in Bezug auf vorhergehende Therapien und Infekte.
Wenn die Thrombozyten stark erniedrigt sind, ist die Blutgerinnung gestört.
Die möglichen Folgen könnten Blutungen sein, auch gefährliche, daher sollten Sie einen Hämatologen konsultieren und eine gründliche Diagnose erstellen lassen. Außerdem haben auch Leukämien manchmal eine Thrombozytopenie als Erstsymptom.
Auf jeden Fall etwas unternehmen, denn es gibt im Ernstfall keine spezielle Therapie, außer Corticoiden.
Als Vorsorge oder Unterstützung sind Kräutertropfen und Homöopathika für das Blut, die Lymphe, die Milz und Entgiftungsorgane möglich. Sie zeichnen sich aus durch gute Verträglichkeit aus und sind prinzipiell bei Infekten, in der zweiten Phase eine wertvolle Unterstützung. Aus der Isopathie, wo mit Pilzstämmen, ähnlich dem alten Penicilin, gearbeitet wird kommt der Mucor racemosus-Pilz, der sich günstig auf das Wachstum im Knochenmark und die Gerinnung auswirkt. Am besten in einer niedrigen homöopathischen Potenz, wie D5. Die Behandlung mit spezifischen, isolierten Schlangenenzymen hat sich manchmal bewährt und schließt neben einer Ayurveda Diät ihr Vorsorgeprogramm ab.
Netzwerkprodukte / Paramedizin
Frage: Ich hätte gerne gewußt, was Sie von Sunrider Produkten halten. Diese basieren auf der TCM und es werden alle 5 Elemente in jedem Produkt verarbeitet.
Antwort: Der Trend zu Nahrungsergänzungen, Vitaminen und Spurenelementpräparaten, auch im Rahmen der sog. Wellnesswelle ist Zeichen eines gesteigerten privaten Vorsorgebewusstseins ist sicher zu begrüssen.
Allerdings gibt es insgesamt zu viele Mittelchen für alle Lebenslagen, manches ist einfach zu niedrig dosiert, andere können nicht halten, was sie versprechen. Auch gibt es hier Trittbrettfahrer die verkaufsorientiert sind und deren medizinische Ausbildung extrem zu wünschen übrig lässt.
In der indischen Ayurveda-Medizin heißt es: "Deine Nahrung möge dein Heilmittel sein, dein Heilmittel die Nahrung" man sieht wie wichtig die Ernährung genommen wird. Daraus ergibt sich, dass Vitaminprodukte,
Nahrungsergänzungen oder andere, z.B. Orthomolekularpräparate vor allem wenn sie lange genommen werden, durchaus eine Wirkung zeigen werden.
Und das setzt voraus, das jener, der sie einnimmt verschreibt oder vertreibt sich damit auch auskennen sollte. In diesem Fall müsste man sich also auch als Patient etwas mit der TCM, also der chinesischen Medizin beschäftigen
Die oben genannten Produkte kenne ich nur vom Hörensagen, aber wenn Sie sich für die chinesische Heilkunde interessieren, können Sie Kontakt mit einem TCM Mediziner aufnehmen. Ein guter TCM Arzt wird aber eher individuelle auf Sie abgestimmte Kräuterpräparate verschreiben so wie es u.a. auch in Ayurveda gemacht wird wo man eben auch differenziert mit den Elementen und Elementarkräften arbeitet und ein Gleichgewicht angestrebt wird.
Sinusitis
Frage: Ich bin 48 Jahre alt, hatte nach einer Darmgrippe im Sommer und einer chronischen Stirnhöhlenaffektion einerseits veränderte Blutbild werte ( Lymphozyten 41,2 gering erhöht; Neutrophile Granulozyten 44,2 gering erniedrigt ) weiters ist das freie T3 Schilddrüsenhormon leicht erniedrigt ( 2,22 ). Am Befund steht Euthyreote Stoffwechsellage bei erniedrigtem T3.
Ich nehme außer Magnesium und Agnus castus keine Präparate.
Was kann ich naturheilkundlich tun um die Werte zu normalisieren
Antw ort: Die erhöhten Lymphozyten deuten normalerweise auf einen viralen Infekt, allerdings ist die Erhöhung so gering, dass man hier nicht wirklich besorgt sein muss, die Erniedrigung der Granulozyten zeigt eine gewisse Chronifizierung eines Infektes an, auch hier ist der Wert nicht beunruhigend tief und steht wahrscheinlich mit der Nebenhöhlenentzündung im Zusammenhang.
Ebenfalls mit der Sinusitis aber auch mit anderen Kopfherden oder der beginnenden hormonellen Umstellung (Menopause) kann die Schilddrüsenfunktion zusammenhängen.
Auch hier ist der Wert des T3 nicht stark erniedrigt, was sich auch im Kommentar des Labors wiederspiegelt.
Ich würde zunächst einmal den chronischen Infekt der Nasennebenhöhlen behandeln und dann wieder einmal eine Laboruntersuchung machen.
Die Nebenhölenaffektionen sind prinzipiell nicht leicht auszuheilen, die Antibiose ist nur für extreme Fälle vorgesehen. Mittels Kräutertropfen, Kräutermischungen, Pilzpräparaten zur Immunstärkung, Diät nach Kapha Kriterien mit Ernährungsumstellung, lokalen Behandlungen ( Nasentropfen, Nasenreflexölen, Nasyam etc. ) und ggf. einer Eigenblutkur zur Immunstärkung kann langfristig durchaus eine sinusitis ausgeheilt werden.
Immer auch psychosomatische Faktoren beachten: "die Nase voll haben" (Familie, Eltern, Beziehungen, Beruf, Stress, Mobbing...... ), hier Nerven allgemein stärken;
als Ausdruck ungelebter (Gegen)aggression ("einen Schleim haben") oder als Ausdruck nicht verarbeiteter Trauer ("ungeweinte Tränen").
Schwindel und Darmträgheit
Frage: Bin 72 Jahre alt, weiblich, habe Darmträgheit, meine Zähne sind gelblich geworden. Habe heuer Probleme mit der Hitze mit dem Kreislauf und manchmal Schwindel beim Aufstehen.
Antwort: Für den Darm empfehle ich Triphala, ein Kräutergemisch, das auch gleichzeitig günstig auf den Kreislauf wirkt. In schwereren Fällen sind stärkere Pflanzen einzusetzen wie z.B. Cassia angustifolia, auch ein Einlauf, oder die Einnahme von Glaubersalz sind in Erwägung zu ziehen um die Darmfunktion anzuregen.
Einfacher geht es dann nach der Darmreinigung mittels gezieltem und regelmäßigem Einsatz von diversen Gewürzen wie z.B. Gelbwurzel, Ingwer, Asa foetida, Kreuzkümmel, Anis, Fenchel und schwarzem Pfeffer.
Das beste Kreislaufmittel mit der geringsten Gefährlichkeit ist der Auszug aus den Weißdornblüten. Wenn es der Magen verträgt kann man auch etwas Kaffee als Medikament für Kreilaufschwäche einsetzen.
Der Schwindel kann vielerlei Ursachen haben und ist vor einer Behandlung diagnostisch abzuklären (Neurologe, Internist, Orthopäde ).
Falls die Untersuchung unauffällig ist, gibt es Ginkgo ? Präparate und Withania Kräuterkapseln auf ärztliche Verschreibung.
Schwermetalle Amalgam Pilze
Frage: Ich habe bei mir eine Schwermetallbelastung austesten lassen und gleichzeitig habe ich auch einen Pilz im Darm, hat man mir gesagt. Eigentlich habe ich kaum Beschwerden außer ein wenig Müdigkeit und gelegentlich Durchfall. Nun, seit dem Testen, welches ich aus Neugier gemacht habe finde ich keine Ruhe mehr, denn man hat mir gesagt ich sollte meine ganzen Plomben austauschen und eine Pilzbehandlung über Monate machen. Ist das sinnvoll oder kann ich noch damit warten ?
Antwort: Also ich kann Sie insofern beruhigen als dass wir alle Pilze haben und auch Schwermetalle, sei es jetzt von den Autoabgasen, den Fischen, den Pilzen, dem Trinkwasser, den Impfungen, den Futtermittelrückständen, etc., alles was die schöne neue Welt eben so mit sich bringt.
Die Pilze sind, wie wir noch aus der Tschernobyl Zeit in Erinnerung haben, nun einmal die Schwermetallfänger und ?speicher, auch in unserem Darm. Dabei geht der Körper sozusagen den Deal ein, die Pilze im Darm zu tolerieren um damit keine Metalle ins Blut und ins System aufzunehmen. Aus diesem Grund muß bei einer Pilzbehandlung immer zuerst das Metall ausgeleitet werden, hierfür gibt es Chelatbildner die nur von Ärzten verschrieben werden sollten, da es hier schon letale Konsequenzen bei übereifriger Ausleitung gegeben hat.
Diese Ausleitung sollte nur gemacht werden wenn wirklich gravierende Symptomatik vorherrscht, ansonst wird der Körper damit fertig. Es gibt z. B: den Bärlauch, der günstig auf Schwermetalle wirkt und der zur Zeit gerade noch günstig zu bekommen ist. ( Achtung: nicht mit Maiglöckchen verwechseln !)
Auch Homöopathie wird zum ausleiten verwendet.
Die Pilze kann man mit einer günstigen, basenüberschüssigen Diät ganz gut in Schach halten und wenn Sie keine Verdauungsstörungen mehr haben können Sie das ganze vergessen und um das gesparte Geld eine Wellnessbehandlung a la Ayurveda machen.
Falls Sie sich für einen Wechsel der Plomben entscheiden sollten Sei darauf achten, dass Sie eher zwei verschiedene Metalle im Mund vermeiden z. B. Gold und Amalgam, außer Sie haben gerne eine Batterie im Mund. Es gibt heute schon ganz gut verträgliche Mischungen von Porzellan und Kunststoff, die sehr beständig und auch günstiger als Gold sind.
Schwermetalle sind sicherlich ein zeitbedingtes Problem, z.B.auch in der Musik; die einzige Möglichkeit die einem manchmal bleibt besteht im Vermeiden; so kann man relativ günstig einen Filter ( nicht verwechseln mit Energetisierung ) an die Trinkwasserhähne montieren lassen und hat damit schwermetallfreies Wasser. Die Energetisierung alleine hat zwar einen biologischen ( Schauberger ) Effekt, aber keine Auswirkung auf die Toxine.
Schulter HWS-Schwindel
Frage: Ich leide seit einiger Zeit an starken Schmerzen in der Halswirbelsäule und den Schultern, die stark verspannt sind. Die Hände sind gelegentlich taub und kribblig v.a. morgens. Am schlimmsten jedoch die Kopfschmerzen die immer wieder kommen und v.a. den Hinterkopf betreffen, manchmal ist auch Schwindel dabei. Was kann getan werden?
Antwort: Ihre Symptomatik spricht für wirbelsäulenbedingten Schwindel, wobei hier unbedingt ein Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule abgeklärt werden muss (Neurologe, Orthopäde).
Oft kommt es bei kleineren bis mittleren Arthrosen der Wirbelgelenke zu einer reaktiven (Schutz) Verspannung der Muskulatur um die Wirbelsäule, langfristig ist diese "Ruhigstellung" aber mit einer Myogelose ("Sulz") der Schulter- und Halsmuskeln verbunden.
Diese Verkrampfung der Muskulatur ist für die Minderdurchblutung der Arteria vertebralis verantwortlich, daraus resultiert der Schwindel und die Kopfschmerzen. Mögliche Behandlungen sind: Infiltrationen der HWS um die Schmerz- Verspannungsspirale zu durchbrechen ( Neuraltherapie ), Salben zur besseren Durchblutung des Nackens, Magnetfeld, Ayurvedabehandlungen lokal, Schröpfen der Schultern (beim sogenannten blutigen Schröpfen werden die Gelosen und Schlacken mittels Anritzen der Haut abgesaugt), Blutegel sind derzeit wieder modern und können auch Verwendung finden.
Für die Gehirndurchblutung gibt es Gingko Präparate, die, wie aus Studien ersichtlich auch direkt auf die Gehirnleistung wirken.
Homöopathische Präparate mit Schwerpunkt Cimicifuga können ebenso eingesetzt werden wie Withania. Allgemein ist auf Stressmanagement zu achten, aber auch stundenlanges Arbeiten am PC wirkt sich ungünstig aus. Tip: alle Stunden 5 min Pause machen und für 1-2 min kaltes Wasser auf Hände, Nacken und Augen.
Schilddrüse- Gallensteine
Frage: Bei meiner Vorsorgeuntersuchungen hat sich herausgestellt, dass ich in der Schilddrüse einen Knoten, in der Leber eine Wasserzyste und Gallensteine habe. Da Blut- und Harnuntersuchung in Ordnung waren hat der Arzt gemeint, es wäre nichts zu tun.
Mein Problem ist jedoch ein ständiger Gewichtsverlust; ich führe dies auf die Knoten (Überfunktion) der Schilddrüse zurück.
Nun bitte ich um Auskunft, ob es homöopathische Mittel gibt, die das ganze wieder ins Gleichgewicht bringen.
Antwort: Wenn ein Patient relativ rasch, ohne ärgere Erkrankung abnimmt, muss man immer auch an den schlimmsten Fall denken, nämlich an Krebs; daher sollten auf jeden Fall auch die Tumormarker bestimmt werden; erst dann können Sie mit Ihrer Vermutung der Schilddrüsenüberfunktion als Ursache für das Abgmagern beginnen.
Es hat daher jetzt wenig Sinn Ihnen die diversen Mittel für Hyperthyreose aufzuzählen.
Zum ersten, weil die Diagnose noch keineswegs feststeht und zum Zweiten, weil noch nicht alle erforderlichen Untersuchungen zum Ausschluß eines Tumorgeschens gemacht wurden.
Weiters ist für eine homöopathische Behandlung eine genaue, ca. einstündige personelle Anamnese ( Fragestunde ) notwendig, denn in der Homöopathie versucht man speziell auf den Patienten als Individuum einzugehen.
Noch ein Tipp aus der Psychosomatik: die Schilddrüsenknoten aber auch die Gallensteine können auch ein Hinweis dafür sein, dass Sie des öfteren einem Konflikt oder einer Trauer aus dem Weg gegangen sind bzw. "hinuntergeschluckt" haben. Vielleicht können Sie in dieser Richtung auch noch etwas forschen und gegebenenfalls therapeutisch bearbeiten.
Schamanismus
Frage: Ich habe in einem Flyer von Ihnen gelesen, dass Sie sich mit Schamanismus beschäftigt haben. Ist da wirklich was daran oder ist das alles nur unwissenschaftlicher Hokuspokus ? Kann man damit heilen oder ist das gefährlich für Patienten ?
Antwort: Also, was mich betrifft, so habe ich auf meinen Reisen v.a. in Afrika einiges sehr Spannendes und Faszinierendes erlebt, auch unerwartete Effekte und Heilungen. Ich habe hier durchaus Respekt und ziehe vor manchen Heilern den Hut.
Wenn Sie genau die statistischen Untersuchungen von Prüfprotokollen studieren und andere Publikationen über die Wirksamkeit von normalen Mitteln, so werden Sie ein gemeinsames Merkmal feststellen: Die Arznei, die ein Arzt verschrieben hat, der auch menschlich und zeitlich für den Patienten da war hatte immer besser abgeschnitten, ebenso haben berühmte Ärzte einen gewissen Vertrauensbonus, Charisma oder eben Nimbus, der eigenartigerweise die Wirkung der Therapie verstärkt hat. Studien mit Placebos haben diese Phänomene sogar bestätigt. Selbst Chirurgen, die mit Ihren Patienten reden und persönlichen Kontakt aufbauen, haben geringere postoperative Komplikationsraten. Wie soll man so etwas wissenschaftlich feststellen oder bestimmen ?
Wie auch immer, zum Behandeln gehört eben mehr als nur Tabletten schlucken oder ein paar Geräte, die dann alles regeln und gesundmachen. Hier geht es auch, neben guter klinischer und anderer Qualifikation um menschlichen Kontakt, persönliche Aussprache und beratenden Beistand.
Bei jeder Erkrankung ist der ganze Mensch (Körper, Geist, Seele) betroffen und er will auch als Ganzes gesehen und behandelt werden.
Manche Schamanen die ich erleben durfte haben intuitiv diese Seiten angesprochen und dadurch auch psychotherapeutisch gearbeitet.
Der Respekt vor anderen Kulturen und deren Zugang zur Welt des Heilens verbietet uns nur schlecht oder abschätzig darüber zu urteilen, vor allem auch deshalb, weil wir mit unserem westlichen, rein naturwissenschaftlichem analytischem Wissen und dem allgegenwärtigen Postulat der Wissenschaftlichkeit bei vielen Grenzbereichen nicht mehr weiter kommen.
So gesehen haben wir einen Nachholbedarf an integrativem ganzheitlichem Lernen.
Es gibt einen alten Ärztespruch: "primum nihil nocere", was soviel heißt wie: "zunächst einmal nicht schaden"; ein Spruch, der heute angesichts einiger Mittel, die zwar wissenschaftlich getestet, aber trotzdem fatal für die Konsumenten waren, mehr Aktualität denn je hat. Ein Patient, der erlebt, dass man sich intensiv und individuell mit ihm beschäftigt wird intuitiv mehr Vertrauen aufbauen als einer der sich, digitalisiert ins Korsett der Normen gezwängt auf einem unpersönlichen "Behandlungspfad" wiederfindet.
Schamanismus in unserer Gesellschaft, ohne jegliche klinische Absicherung und medizinischen background ist andererseits auch nicht seriös.
Buchtipps zu diesem Thema: F. Weinreb: ?Vom Sinn des Erkrankens?, Krankheit und Heilung aus der Sicht der hebräischen Mystik.( Origo Verlag )
J. Narby: ? Die kosmische Schlange?, Schamnismus, Genetik und Naturwissenschaft ( Klett-Cotta Verlag )
SARS, Vogelgrippe
Frage: Man hört und liest ja heute viel von der gefährlichen Krankheit SARS, die in Honkong und Asien wüten soll; im Fernsehen sagte ein Professor, er würde nicht nach Fernost fahren, andererseits sei die Sterberate gleich hoch oder sogar gering niedriger als bei der Grippe. Was ist jetzt zu beachten ? Gibt es einen Schutz durch Naturheilkunde ?
Antwort: Es ist immer schwierig, bei Auftreten von neuen Erkrankungen eine Entwicklung vorauszusagen, denken wir an AIDS oder an BSE, wo sich glücklicherweise so manche Prognose oder Prophezeiung nicht erfüllt hat. Betrachten wir einmal die Erkrankung, so wie wir sie bis jetzt aus den Medienberichten kennengelernt haben; es handelt sich um eine virale Infektion, die über Tröpfchen übertragen wird, es gibt zwar einen Test (PCR), der ja auch nicht immer unumstritten ist; aber keine Medikamente gegen das Virus. Das SARS-Virus ist aber nicht das einzige Virus, wo es (noch) keine Medikamente gibt.
Aus der Sicht der Naturheilkunde ist eine Infektion aber niemals nur das "böse" Virus, das jetzt den Menschen überfällt und vernichten will; auch das innere Milieu des Organismus entscheidet, ob es zu einer Erkrankung kommt oder nicht, denn das Milieu beeinflusst auch das Immunsystem. Bei einer Verschlackung und Übersäuerung des Organismus, v.a. des Bindegewebes, wo auch viele Stoffwechselprozesse und Immunreaktionen stattfinden, liegt eine andere Situation vor als bei einem Menschen, der sich gut ernährt, einigermaßen vernünftig Sport betreibt und mittels naturheilkundlicher Vorsorgemethoden ein "Milieu interne" halten kann, wo es für Viren und Bakterien nicht leicht ist zu überleben.
Keime an sich sind nie so gefährlich, wir tragen auch eine ganze Menge an Keimen herum, sei es im Darm oder auf der Haut. Es gibt Beobachtungen aus der Naturwissenschaft, dass Keime sich sogar verändern können und je nach Milieu, pH-Wert verschieden biologische Aufgaben und Wirkungen im Organismus erfüllen; es gibt also nicht primär "gute" und "böse" Keime an sich, vielmehr fungieren die Keime auch als Indikatoren für eine biologisch ungünstige Stoffwechselsituation, natürlich sind die dabei auftretenden Symptome ein oft auch schmerzhaftes Zeichen an den Patienten jetzt etwas zu tun.
Aus ganzheitlicher Sicht ist es nicht sinnvoll "böse" Keime zu töten und dann zu warten bis die Krankheit vielleicht doch wieder weggeht. In einer Zeit der tapferen Krieger und der (eigentlich längst überholten, weil einseitigen) medizinischen Philosophie des "Gegen", der vielen "Anti" Mittel, der neuesten gepriesenen und beworbenen "Waffen" gegen alles mögliche wird sich die Erkenntnis der milieubedingten Erkrankung und Heilung desselben durch Entgiftung, Entschlackung und längst fälliger Übernahme der Eigenverantwortung im Bereich Ernährung nur langsam durchsetzen. Wie im Grossen so im Kleinen.
Gerade die SARS und Vogelgrippe-Medienmache zeigt, wie wenig wir eigentlich in der Vorsorge für uns selbst tun, ja wie wenig wir überhaupt informiert sind über bestimmte Bereiche der Ernährung, und wie leicht und schnell wir Verantwortung der Bequemlichkeit halber abgeben.
Und jetzt noch ein paar Tipps zur Immunstärkung und Vorsorge aus der Naturheilkunde: Echinacea Tropfen, Knoblauch oder Bärlauch v.a. frisch, Ingwer,Brunnenkresse, Kren, Gelbwurzelpulver als Gewürz, Pipali (langer Pfeffer) als Gewürz oder Tee, Propolis oder Camphora ? Tropfen als Mittel zur Stärkung des Immunsystems mit einer teilweise antibakteriellen und virushemmenden Wirkung. Die Ernährung sollte nicht viel Fleisch und Milcheiweiß enthalten, viel Gemüse und Obstsorten die gerade reif sind und aus der Gegend kommen sollten wo man lebt. Gerade jetzt zu Ostern könnte man darauf achten, weniger Süssigkeiten, Fleisch und Eier zu verzehren und man ist etwas besser gerüstet gegen Infektionen aller Art. Noch ein Tipp zur Psychhygiene und geistigen Immunisierung: Nicht zuviel auf Angstmache hereinfallen, egal aus welche Richtung, denn damit wurden wir und sollten wir weiterhin gesteuert werden, aber diesmal wird es anders kommen.......
Prostatahyperplasie
Frage: Man hat bei mir Prostatahyperplasie festgestellt, und ich habe das ja schon gespürt beim Harnlassen, v.a. nachts. Der behandelnde Arzt hat gesagt es ist alles o.k. so, man muss nur alle 6-9 Monate kontorllieren. Ich bin aber verunsichert und möchte rechtzeitig etwas unternehmen, da jemand aus der Familie an Prostatakarzinom verstorben ist.
Was können Sie dazu empfehlen ?
Antwort: Es gibt einige Kräuter, die präventiv auch als Nahrungsmittel eingesetzt eine Vorsorgewirkung auf die Prostata haben. Kürbiskerne und deren Öl sind ja hinlänglich bei uns bekannt, es gibt sogar schon ein Bier, das damit wirbt und der entsprechende Trinkspruch dazu dürfte auch schon klar sein. Weitere Nahrungsmittel: Sellerie, Petersilie, Kräutermittel mit der Sabalpalme, dem giftigen Schierling (homöopathisch!), Ginseng u.a. sind einzusetzen sobald es Probleme mit dem Wasserlassen gibt. Es gibt Zäpfchen aus dem Gebiet der Isopathie die sich sogar als Vorsorge von Karzinomen anbieten.
Für die Behandlung einer knotigen Hyperplasie bietet sich noch die Behandlung mit Commiphora m, einem indischen Heilmittel an. Dies aber bitte nur von einem ayurvedakundigem Schulmediziner verschreiben lassen und immer schulmedizinisch kontrollieren lassen.
Psychosomatische Aspekte spielen hier auch eine Rolle, denn trotz öffentlicher Sexualisierung ist es noch immer ein weiter Weg zu einem lebensfreundlichen Umgang mit diesem Thema und v.a. viele Beziehungsprobleme können sich in diesem Organbereich festsetzen. So gab es einmal einen Patienten, der sein Prostataproblem gelöst hatte indem er seine Kränkung, die durch ein Vertrauens- und Betrugsthema mitbedingt war aufgearbeitet und letztendlich überwunden hatte.
So sind wir Menschen eben, nicht nur Bio-Maschinen mit Kalorien- und Vitaminbedarf, die in Normen und Tabellen eingeteilt werden und denen dann genügend entsprechen müssen, sondern beseelte Individuen, die Kränkungen und Verletzungen erleiden und persönlich lösen müssen. Ein Teil dieser Lösung, wenn auch nicht spaßig oder lustbetont ist dann oft die Erkrankung, wo sich der Mensch notgedrungen mit dem Problem, der Kränkung, dem Fehlverhalten usw. auseinandersetzen muß. Deshalb wird auch die geistlose Symptomtötmedizin langfristig scheitern und nur noch mehr chronische Verläufe produzieren, aber vielleicht stört das einige gar nicht sehr.
Polyneuropathie
Frage: Sie haben vor einiger Zeit über die Polyneuropathie, deren Entstehung, Ursachen und Behandlungsansätze geschrieben. Seit 1 Jahr leide ich nun auch an idiopathischer Polyneuropathie ( keine Ursache bekannt ), war auf der Neurologie, im Labor war nur der CK Wert erhöht ( ca. 900), sonst alles normal.
Da durch die Nerven auch meine Fußmuskel betroffen sind, habe ich auch Schwierigkeiten und Schmerzen beim Gehen. Ich bin 80 Jahre alt, Nichtraucher und trinke keinen Alkohol.
Antwort: Die Schädigung der Nerven ist im Labor nicht festzustellen, hier muss man noch eine Nervenleitgeschwindigkeit machen, um über die Nerven mehr zu erfahren.
Dass die Muskeln nicht ganz in Ordnung sind, kann mit der Polyneuropathie zusammenhängen kann aber auch ein eigenständiges Problem sein (darauf könnte das hohe CK hinweisen).
Die Behandlung ist daher auch auf mehreren ebenen möglich; zunächst die Entgiftung von neurotoxischen Substanzen und die Vermeidung von deren Einnahme.
Das ist aber nicht immer leicht, oder Sie verwenden z.B. eine Atemschutzmaske im Straßenverkehr, um die Schwermetalle nicht aufzunehmen (so kann man die "Vogelgrippe"Maske wenigstens nutzen), weiters können auch jede Menge Lösungsmittel aus Lacken, Bodenmittel, Kosmetika, Kunststoffen etc. langsam und stetig abdampfen. Kein Mensch, auch kein Arzt oder Chemiker weiß genau von Akkumulationsfolgen, die durch die Einnahme dieser Stoffe entstehen. Das ist leider traurige Realität und es hilft uns hier eigentlich kaum jemand wirklich weiter. Bis zum nächsten Skandal, aber das sind wir ja schon gewöhnt.
Also pragmatisch vorgehen, seriöse Informationen sammeln, unbearbeitete Naturnahrung vorziehen und entgiftende, vorbeugende Maßnahmen treffen. Alphliponsäure wirkt sich sehr günstig auf geschädigte Nerven aus, Vitamin B Komplexpräparate und gute Kräuter unterstützen diesen Effekt. Die Muskulatur kann mit entsäuernden Maßnahmen unterstützt werden (Basenmischung) und mit Hopfen und Withania gestärkt werden.
Der allgemeine Wellnesstrend hat mit Ayurveda eine köstliche Perle anzubieten, die als therapeutische Möglichkeit noch nicht ganz registriert wurde. Für Sie wäre z.B. die äußerliche Ölbehandlung mit warmen, medizinisch, wirksamen Kräuterölen sicher sehr zu empfehlen.
Nur müssen Sie auch hier auf gute Ausbildung der Therapeuten, aber auch, fast noch wichtiger, auf die Topqualität der Öle achten.
Polyneuropathie 1
Frage: Ich bin treuer Leser Ihrer Beiträge und habe folgende Frage: Was ist Polyneuropathie, was führt zu deren Entstehung und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Antwort: Eine Polyneuropathie heißt übersetzt soviel wie "Schädigung vieler Nerven". Die Entstehungsmöglichkeiten sind ebenso vielfach; es gibt direkte toxische Schäden durch Nervengifte, durch manche Chemikalien, leider sind auch manche Industrieprodukte und Schwermetalle wie z.B. Blei (alte Wasserrohre), Quecksilber (Amalgam ) dabei, manche chemische Drogen, wie u.a. Exstacy und Kokain haben nervenschädigende und betäubende Wirkung. Polyneuropathie im engeren Sinn ist eine Nervenschädigung, wobei hauptsächlich die Nervenhüllen betroffen sind.
Am häufigsten findet sich eine Polyneuropathie bei Erkrankungen wie Diabetes mellitus, vor allem wenn die Zuckerwerte nicht in der Norm gehalten werden können; hier wird die Schädigung durch pathologische Stoffwechselprodukte, die beim Diabetikerstoffwechsel entstehen ausgelöst, außerdem ist beim Zucker auch die ausreichende Durchblutung der Nervenhüllen gestört.
Die zweite Hauptgruppe an Polyneuropathiepatienten sind Alkoholiker, d.h. Patienten, wo der Alkohol schon eine Rolle im Stoffwechsel spielt. Die Verarbeitung von Alkohol braucht viel Vitamine der Gruppe B und gerade dies ist ein Faktor für die Nervenschädigung, zuletzt wird auch das Gehirn betroffen und der Patient hat Erinnerungslücken( Korsakoff Syndrom) u.v.a.m..
Natürlich gibt es noch andere Ursachen für Polyneuropathie, eine ist z.B. Beri Beri, eine Erkrankung der Tropen, die durch raffinierten (polierten) Reis ausgelöst wird, denn der von der Schale befreite Reis enthält kein Vit B1 mehr. In abgeschwächter Form passiert das auch bei uns, wenn wir vorwiegend Weißmehlprodukte zu uns nehmen.
Ein evidenter Entstehungsfaktor ist auch die allgemeine nervliche Überbelastung, im Ayurveda spricht man von inadäquaten Sinnesreizen, d.h. zu viel Lärm (Verkehr, Techno Sound) zu viel grelle Optik (TV, PC & Internet) aber auch zunehmend synthetische Gaschmacks- und Geruchssinneseindrücke (E ? Pallette, Abgase) und E-Smog dürften Zusatzfaktoren für die Entstehung einer Polyneuropathie sein.
Wir müssen den Fortschritt offensichtlich teurer bezahlen als uns recht ist.
Die Behandlung ist u.a. auch aus diesen Gründen nicht einfach und vor allem langwierig, allerdings haben neuere Studien gezeigt, dass sich Nerven doch auch wieder regenerieren können, was zu meiner Studienzeit noch explizit ausgeschlossen wurde.
Auch Ayurveda spricht von einer Regenerationsfähigkeit der Nerven und hat auch einige Methoden entwickelt wie z. B. die Behandlung mit Medizinalölen, die nervenstärkende Kräuter enthalten, dieselben sind auch auf ärztliche Verschreibung in Apotheken erhältlich, selbstverständlich ist eine Behandlung mit Vit B Komplex und anderen orthomolekularen Präparaten erforderlich ebenso wie eine vernünftige Diät (Vata Diät) um weitere nutritive Schäden zu vermeiden.
Polyneurpathie 2
Frage: Ich habe immer wieder Schmerzen in den Beinen, Ziehen, Brennen und Taubheitsgefühle und Ameisenkribbeln. Meine Bandscheiben sind in Ordnung und ich habe auch keinen Diabetes mellitus. Der Arzt sagt, es ist Polyneuropathie und außer Vitaminen und Schmerzmittel kann man nicht viel machen. Ich kann das nicht glauben und habe auch schon gehört, dass es da noch einiges geben soll. Was fällt Ihnen dazu ein ?
Antwort: Die Polyneuropathie ist im Zunehmen und auch eine Folge der industrialisierten Nahrung, v.a. des raffinierten Mehles und Zuckers, da diese keine B Vitamine mehr enthalten. Die vielen Zusatzstoffe, Farbstoffe, Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe, aber auch Rückstände von Herbiziden, Pestiziden und vieles was unsere schöne neue Konsum- und Nahrungsmittelindustrie anzubieten hat können buchstäblich auf die Nerven gehen und werden noch viele Rätsel aufgeben; v.a. was die Kombinationen, Akkumulationen und biologischen Reaktionen im Körper betreffen. Wo und wie sollte man das im Studium auch lernen ?
Nun gibt es aber auch immer noch genug Möglichkeiten für jeden Einzelnen sinnvoll Gesundheitsvorsorge zu betreiben, auch bei der Ernährung.
Bei der Behandlung von Polyneuropathie ist auf stimulierende Genussgifte, wie z.B. Kaffee, Cola, süßstoffhaltige Limonaden, Alkohol und Nikotin zu verzichten bzw. diese sind langsam zu reduzieren.
Die Entgiftung von Schwermetallen ( Abgase, Bleirohre, Zahnmaterialien, Fische ......) ist auch notwendig und gehört in ärztliche Hand, da hier schon Todesfälle nach paramedizinischer "Beratung und Testung" aufgetreten.
Die Ayurveda medizin kennt Kräuter, die auf Rezept schon in Österreich erhältlich sind, dies muss aber von einem ayurvedakundigen Arzt verschrieben werden.
Natürlich müssen nebenbei weiterhin die Vitamine der Gruppe B eingenommen werden.
Piercing
Frage: Ich möchte gerne ein Bauchpiercing machen lassen, habe aber ein paar Bedenken: Ich habe gehört, dass es zu Darminfektionen kommen kann; ich bin Allergikerin gegen Gräser und Blüten und bekomme Spritzen für meine Allergien, gegen Nickel bin ich vermutlich auch allergisch, da ich nur Silberschmuck vertrage. Können beim Piercing Entzündungen auftreten ?
Antwort: Also das Piercen direkt am Nabel ist sicher vom energetischen Standpunkt nicht zu empfehlen, läuft doch gerade dort ein wichtiger Akupunkturmeridian, es gibt aber offensichtlich viele, die das problemlos vertragen. Das mit der Darminfektion stimmt nicht, vorrausgesetzt, das alles richtig und steril gemacht wurde. Bevor Sie sich zum Piercen entschliessen, könnten Sie eine Materialprobe in einem Allergieambulatorium testen lassen.
Entzündungen können prinzipiell schon entstehen sind aber bei hygienischen Verhältnissen selten. Zur pflege empfehle ich Ihnen ein kühlendes und antiseptisches Kräuteröl auf Sesambasis.
Osteoporose 1
Frage: Ich bin 74 Jahre alt, habe eine schlechte Knochendichte von 52%.
Ich nehme vom alten Hausarzt, der verstorben ist noch einige Globuli, aber das scheint nicht ausreichend zu sein. Außerdem bin ich vor 8 Jahren wegen Darmkrebs operiert worden es geht mir gut, auch nach der Chemotherapie.
Antwort: Ab dem 70. Lebensjahr baut der Körper sukzessive an Gewebe ab, darunter auch die Knochen. Es ist oft sehr langwierig mittels Medikamenten eine Verbesserung der Werte zu erreichen.
Die allerbeste Prophylaxe ist die Bewegung, denn dadurch werden im Knochen über piezoelektrische Signale zur Erhaltung der Struktur generiert. Außerdem besteht der Knochen nicht nur aus Kalzium sondern auch aus Matrix, und um die geht es auch. Die Matrix als organische Struktur mit Eiweißanteil ist nicht nur spröde und hart sondern sogar etwas elastisch, auch das ist ein wichtiger Faktor bei der Vorsorge von den gefürchteten Schenkelhalsfrakturen.
Die Einnahme von Calcium allein garantiert noch keine Verbesserung, soferne nicht der Stoffwechsel allgemein und auch der des Knochens angeregt und verbessert wird.
Dies kann man u.a. mit einem Schüsslersalz, nämlich Calcium fluoratum erreichen.
Übersäuerung des Gewebes ist am schlechtesten für Osteoporose, denn dann nimmt sich der Körper die basischen Mineralien zur Auscheidung aus den Knochen. Daher ist die Einnahme von Basensalzen bei Osteoporose sinnvoll.
